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Blut, übersetzt: Wie Endon Blutbild Laborwerte in Entscheidungen verwandelt

Endon Blutbild, betrieben von der 20plus Health UG in Frankfurt am Main, bietet Blutanalysen im Labor und persönliche Auswertungsgespräche für Ausdauersportler, die Fitness, Ernährung und Regeneration verbessern wollen.

25 September 2026

„Für mich ist eigentlich immer wieder das Highlight bei Vivid, dass ich meine PDFs nicht selber auslesen muss – egal, wie schlecht sie gescannt sind.“

Dorian Wetter, Co-Founder und Geschäftsführer, Endon Blutbild

Wenn man jemandem sagt, sein Bilirubin sei leicht erhöht, hat man ihm eine Zahl gegeben. Wenn man einem Sportler sagt, er trainiere vielleicht zehn Prozent zu viel, er nehme nicht genug Protein zu sich und sein Schlaf sei weniger erholsam, als er sein könnte, hat man ihm etwas gegeben, das er am Montagmorgen ändern kann. Der Abstand zwischen diesen beiden Sätzen ist das Geschäft, das Karl Stickler und Dorian Wetter aufgebaut haben.

Die beiden Co-Founder haben Endon Blutbild im März 2025 gestartet und führen es von Frankfurt am Main aus, als Rechtsträger fungiert die 20plus Health UG. Der Kunde bucht einen Labortermin, Endon erklärt vorab, was zu beachten ist, das Labor schickt die Marker zurück – und dann kommt der Teil, der am Markt fehlte: Das Unternehmen übersetzt diese Werte in die drei Bereiche, in denen es arbeitet – Fitness, Ernährung und Regeneration –, und bespricht sie mit dem Sportler in einem Live-Call. Rund drei Monate später wird nachgetestet. Das Geschäftskonto des Unternehmens läuft über Vivid, auf das Wetter durch eine KI-Suche gestoßen ist.

Die tiefste Datenquelle, die es gibt

Das meiste, was heute gemessen wird, wird außen gemessen. Schritte, Puls, Schlaf, Gewicht. Sticklers Argument für Blut ist ein Argument der Tiefe.

„Die meisten Tracker, die wir aktuell haben – Fitnesstracker, Waagen, Gewicht –, messen im Endeffekt an der Oberfläche, außen am Körper“, sagt er. „Blut ist die tiefste Datenquelle. Wenn man nur eine Information über den Menschen haben könnte, dann ist Blut mit Abstand die tiefste Datenquelle, die uns tiefe Einblicke in Fitness, Ernährung und Regeneration geben kann.“

„Keine andere Datenquelle zeigt dir nicht nur, was ich reingebe – eine Anzahl von Schritten –, sondern was beim Körper wirklich ankommt.“

Karl Stickler, Co-Founder, Endon Blutbild

Der Ablauf ist unspektakulär. Der Nutzer bucht einen Termin im Labor, folgt den Hinweisen von Endon, was er vorher beachten und was er besser unterlassen sollte, und bekommt Blut abgenommen. Das Labor analysiert, Endon erhält die Werte, dann beginnt die Übersetzung. Aus rohen Markern werden ganz konkrete Punkte, mit denen der Sportler etwas anfangen kann – und diese werden direkt besprochen, nicht als generierter Report verschickt. Nach rund drei Monaten wird nachgetestet, um zu sehen, ob die Anpassungen tatsächlich etwas bewegt haben.

Was Endon nicht macht, ist Medizin. „Endon fokussiert sich auf den Lifestyle- und Performance-Optimierungsbereich“, sagt Stickler – Fitness, Ernährung und Regeneration, drei Bereiche, in denen bei den allermeisten Nutzern noch etwas rauszuholen ist. „Das ganze medizinische Thema überlassen wir Ärzten, die da einfach sehr gut ausgebildet sind, sehr starke Expertise haben und diese ganzen Themenbereiche sehr gut abdecken können.“

Warum zuerst die Sportler

Endon hat in einem schmalen Segment des Gesundheitsmarkts angefangen. Wetters Begründung dafür ist zum Teil technisch: Ausdauersportler sind von ihrem Blutanalyseprofil her eine verhältnismäßig homogene Gruppe, und deshalb kann das Unternehmen über sie sehr gute Aussagen treffen, statt über alle etwas Vages zu sagen.

Die andere Hälfte der Begründung ist unternehmerisch.

„Wir wollten nicht den Bluttest für alle verkaufen, der für niemanden so richtig passt und für alle so ein bisschen. Wir wollten einen kontinuierlichen Rollout durch den Markt machen, beginnend beim Ausdauersport.“

Dorian Wetter, Co-Founder und Geschäftsführer, Endon Blutbild

Von dort aus, sagt er, gehe es ganz gezielt auf einzelne Zielgruppen, denen man dann richtig gut helfen könne – „und nicht nur so ein bisschen“. Andere Anbieter am Markt behaupteten, für alle und jeden da zu sein, könnten aber eigentlich niemandem wirklich helfen, weil sie die einzelne Gruppe nicht gut verstünden.

Stickler liefert das Argument von der Nachfrageseite. Sportler hätten, sagt er, vielleicht mehr als die normale Bevölkerung ein Interesse daran, noch die letzten Prozent rauszukitzeln – etwa jemand, der mindestens zehn Stunden Sport pro Woche macht, oft neben einem normalen Beruf. „Wenn man ihm dann sagen kann: Hey, du hast die Möglichkeit, noch ein paar Prozentpunkte rauszukitzeln bei gleichem Training – dann ist das etwas, wo ganz viele Sportler einfach sagen: Genau das brauche ich.“ Man habe außerdem das Gefühl, sagt er, dass Sportler offener für neue Methoden seien, wenn sie darin einen Vorteil sehen. Der allgemeine Markt zur Performance-Optimierung sei langfristig sehr spannend, brauche aber wahrscheinlich erst ein breiteres Level of Proof.

Eine Million Sachen, die gestern hätten passieren müssen

Fragt man Stickler, was am Aufbau schwierig war, nennt er zwei Dinge. Das erste war der Start bei null Glaubhaftigkeit: ein Netzwerk aufbauen, Experten finden, im Markt bekannt werden – und Schritt für Schritt beweisen, dass hinter dem Ganzen keine zufällige Idee steckt, sondern echte Kredibilität. Das zweite ist der ganz normale Alltag eines jungen Unternehmens. „Man steht jeden Tag vor einer Million Sachen, die eigentlich gestern hätten passieren müssen, man hat aber einfach nicht die Zeit, alles zu machen“, sagt er. „Man muss immer wieder überlegen, wo man sinnvoll priorisiert: was wirklich sein muss und was man potenziell auch schieben kann.“

Wetter beschreibt denselben Effekt auf der längeren Zeitachse. Man überlege, wo man stehe und wo man hinwolle, schätze zwei, drei Tage – und am Ende dauere es anderthalb Wochen. Egal, wie streng und wie priorisiert man arbeite, es kämen immer wieder Punkte dazwischen.

Das zweite Thema war die Regulierung. Antizipiert hatten die Gründer sie; wie kompliziert es werden würde, nicht.

„Obwohl das große Ziel ist, Menschen zu helfen, ist es sehr schwierig, das auf eine Weise zu machen, die rechtlich okay ist.“

Dorian Wetter, Co-Founder und Geschäftsführer, Endon Blutbild

Durchgekommen seien sie gut, sagt er – aber es sei viel schwerer gewesen als gedacht.

Was die KI übernimmt und was nicht

Beide Gründer beschreiben, wie stark die Automatisierung ihre Arbeitsweise verändert hat. Wetter beschreibt ein selbst gebautes KI-System, das unter den notwendigen, ziemlich hohen Datenschutzstandards alles umfasst, was keine kritischen, kundenbezogenen Daten sind. Sehr viele Workflows liefen dadurch fast vollkommen automatisiert, sagt er – die Buchhaltung zum Beispiel. „Wir können mit weniger Personen beachtlich mehr schaffen, und gerade die Aufgaben, die niemand machen will, übernimmt die KI für uns.“

Stickler beschreibt die gleiche Verschiebung auf der Produktseite: Entwicklung für die Website, für Kundenportale, für Interaktionen mit Partnern, dazu Code-Entwicklung und die kleinen Dinge – selbst die Rechtschreibprüfung, merkt er an, sei deutlich besser als die der meisten Texttools. Was früher manueller Aufwand gewesen wäre, nimmt die KI ab; das verändere die Arbeitsweise fundamental.

Nicht verschoben hat sich die Expertenebene. Endon arbeitet mit einem großen Netzwerk an Top-Experten für den sportwissenschaftlichen, den ernährungswissenschaftlichen und den labormedizinischen Bereich, und Wetter sagt klar, warum: Wenn das Unternehmen komplexe Fragestellungen aus diesen Feldern an die KI richtet – was es ausprobiert –, beinhalten die Antworten Fehler. Dazu kommt ein zweiter Grund, der auf der Nachfrageseite liegt.

„Gerade jetzt, wo alle Menschen diesen KI-Zugang haben, sehnen sich Menschen noch mehr danach, dass ihnen ein Mensch erzählt, was Sache ist, was zu tun ist, was wichtig ist.“

Dorian Wetter, Co-Founder und Geschäftsführer, Endon Blutbild

Deshalb ist das Auswertungsgespräch ein Live-Telefonat und kein generierter Report. Man könnte an dieser Stelle einen KI-Report erzeugen, sagt Wetter; das Unternehmen halte es für viel wertvoller, wenn der Kunde direkt mit einem Menschen sprechen kann, der auf Basis seiner Expertise auch direkt antwortet. Stickler formuliert denselben Punkt als Vertrauensfrage: „Ich glaube, ein fundamentaler Baustein ist, dass wir als Menschen es mögen, mit anderen Menschen zu interagieren und da extrem viel Vertrauen reinstecken“, sagt er. Deshalb sei die Arbeit mit Experten und Sportlern so wichtig, die ihre Erfahrung nicht nur theoretisch aus Büchern haben, sondern selbst wissen, was es bedeutet, die Werte zu sehen oder das im Training und im Wettkampf zu erleben.

Wie schnell sich das speziell in der Medizin verändern wird, beurteilen beide zurückhaltend. Wetter hört von den Medizinern, mit denen das Unternehmen arbeitet, von einem Spannungsfeld: Die KI könne einige Aufgaben ganz gut beantworten, sei dafür aber nicht wirklich zugelassen – und deshalb müsse man sich ständig fragen, ob man das gerade dürfe. Er erzählt von einer Medizinerin mit geriatrischen, sehr alten Patienten, die häufig eine ganze Reihe verschiedener Medikamente nehmen, mit allen möglichen Wechselwirkungen. Nachschlagen kann man das. Gibt man das Symptombild und die Medikamente ein, übernimmt die KI das Nachschlagen – und man muss nur noch prüfen, ob das stimmt, statt den gesamten Prozess selbst zu machen. Zugelassen ist sie dafür in dem Moment nicht. Genau darum, argumentiert er, brauche die stark regulierte Medizin eine größere Antwort: zugelassene Großlösungen ebenso wie sinnvoll regulierte KI-Lösungen für viele einzelne Felder.

Die eigenen besten Kunden

Beide Gründer testen sich selbst. „Ich bin einer unserer wichtigsten Kunden sozusagen“, sagt Wetter. Er beobachtet bei sich dieselben Dimensionen, die das Unternehmen bei seinen Kunden beobachtet, und trägt zwei Tracker – drei stressige Monate, dazu Veranstaltungen am Wochenende, und die Werte gehen runter. Die Gegenrichtung ist genauso sichtbar: Wer sich gesund ernährt, ordentlich regeneriert und den Sport in einem angemessenen Belastungsstand hält, bekommt sehr schnell greifbare Fortschritte, schwarz auf weiß bewiesen aus den eigenen Daten.

Stickler testet ebenfalls regelmäßig, gibt aber zu, nicht immer den Haupttest des Unternehmens an sich selbst zu machen. Er experimentiert – neue Blutmarker, kleinere Markersets über Zeit –, um zu sehen, was sich nach starken Belastungen und in verschiedenen Phasen verändert, und um aus erster Hand zu sehen, wie einzelne Marker reagieren und interagieren. Auf welche Werte er bei sich selbst schaut, führt zur methodischen Grundaussage des Unternehmens.

„Bei unserer Analyse sagen wir meistens: Die Wahrheit steckt nicht in einzelnen Werten, sondern in der Korrelation von verschiedenen Werten.“

Karl Stickler, Co-Founder, Endon Blutbild

Ein einzelner Marker könne aus zwanzig verschiedenen Gründen fluktuieren, sagt er. Zehn Marker zusammen seien dann tatsächlich ziemlich aussagestark.

Was ihn antreibt, sind zum einen die Menschen am anderen Ende des Calls. Profis wie Hobbysportler opferten unglaublich viel Zeit und Mühe für ihre Ziele, oft mit einem sehr starken Mindset – und es mache einfach Spaß, mit Leuten zu arbeiten, die wissen, wie viel Aufwand es ist, und trotzdem jeden Tag weiter pushen. Zum anderen die Datenquelle selbst: Einblicke aus dem Blut zu generieren, das aktuell noch nicht so genutzt wird, wie es genutzt werden könnte, und damit einen weiteren Weg zur Optimierung freizulegen.

Geschwindigkeit – und keine PDFs mehr auslesen

Auf Vivid ist Wetter durch eine KI-Suche gestoßen. Seine Anforderungen waren konkret: kein angestaubtes Unternehmen, sondern ein modernes, viele technologische Hilfen, ein einfaches Interface, ein schnelles Onboarding, eine gute Interaktionsmöglichkeit. „Und da landete Vivid dann ganz oben“, sagt er. „Ich habe es mir angeschaut und war ziemlich schnell überzeugt.“

Am meisten schätzt er, dass es unkompliziert ist. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist für ihn bei einem Geschäftskonto selbstverständlich, sie sollte aber möglichst schnell laufen: ein Code, den er weiß, dann die App, kurz drauftippen, Face ID. Das Einloggen geht sehr schnell und ist trotzdem sicher – wer sowohl den Code als auch das Handy verliere, sei irgendwie selber schuld.

„Was mir bei Vivid übergreifend gefällt, ist die Geschwindigkeit, die Interfaces, die sehr klar sind – es ist einfach verständlich und sehr schnell zu benutzen.“

Dorian Wetter, Co-Founder und Geschäftsführer, Endon Blutbild

Dazu kommt die Funktion, auf die er immer wieder zurückkommt. Rechnungen kommen als PDF, oder als Papier, das jemand zu einem PDF gemacht hat, und er kann sie einfach hineinziehen; Vivid liest alle Daten aus, die er für die Überweisung braucht. „Das heißt, dass ich eben nicht da sitze und lese und dann am Ende eventuell sogar die IBAN falsch eingebe, obwohl ich es zweimal gecheckt habe“, sagt er. „Das ist für mich eine Funktion, die mir ganz konkret Zeit erspart.“

Ansonsten nutzt Endon Vivid bewusst zielorientiert – als klassisches Geschäftskonto, dazu zwei Funktionen. „Man kriegt häufiger sehr coole Angebote für erhöhte Zinsen auf das Geld, was man sowieso auf dem Konto hat“, sagt Wetter. „Das ist attraktiv, und dann können wir auch regelmäßig auswählen, auf welche Arten von Ausgaben wir Cashback bekommen wollen. Und Cashback ist natürlich auch mal was sehr Sympathisches.“

Wetter kümmert sich darum, dass die klassischen CFO-Aufgaben erledigt werden, dazu um die strategische Richtung des Unternehmens; die Synthese eines Expertennetzwerks, dessen Mitglieder sich nicht immer einig sind, läuft bei ihm und seinem Mitgründer zusammen. Den Kern seines Tages verbringt er am Laptop – entweder im Gespräch mit Kunden oder damit, alles Mögliche zu tun, um diese Kundengespräche vorzubereiten und möglichst viel besser zu machen.

Hinweis: Dieser Artikel schildert die individuelle Erfahrung eines Vivid-Kunden und dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar und ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Investieren ist mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals; der Wert von Anlagen kann steigen und fallen. Verfügbarkeit, Zinssätze und Bedingungen der Produkte hängen vom gewählten Tarif ab und können sich ändern. Stand: September 2026. Für Ihre persönliche Situation wenden Sie sich bitte an eine qualifizierte Fachperson.

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