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Keine Kunden, sondern Community: Wie aus acht Classes bei YOGALOFT Frankfurt zwei Studios wurden

Ein Frankfurter Bewegungsstudio, 2023 von Eva Karina Gouveia gegründet, mit Yoga-, Pilates-, Reformer-, Strength- und Recovery-Kursen an zwei Standorten in Sachsenhausen und im Bahnhofsviertel.

09 Oktober 2026

„Was mir an Vivid am besten gefällt, ist die Möglichkeit, bei jeder Transaktion meine Rechnungen hochzuladen. Das heißt, wenn ich etwas ausgegeben habe, kann ich die Rechnung direkt dazulegen. Und das ist super, weil ich sehr strukturiert arbeite und meine Buchhaltung selbst mache: Genau das passt zu mir.“

Eva Karina Gouveia, Gründerin, YOGALOFT Frankfurt

Wer eines der beiden YOGALOFT-Studios in Frankfurt betritt, wird beim Namen genannt und mit einer Umarmung begrüßt. Die Community ist, wie sie selbst sagt, das Herz von YOGALOFT. Eva Karina Gouveia hat ihr erstes Studio im Februar 2023 in Frankfurt-Sachsenhausen eröffnet, mit einem einzigen Format, acht Classes pro Woche und einer Trainerin, nämlich sich selbst. Heute betreibt YOGALOFT zwei Standorte mit jeweils rund 50 Classes pro Woche, dazu ein Team von insgesamt 25 bis fast 30 Trainerinnen und Trainern.

Zwischen diesen beiden Punkten liegt alles, was ein kleines Unternehmen schwer macht: eine Absage für einen Raum, nachdem die Geräte längst bestellt waren, ein Jahr Umbau, ein selbst organisierter Auswahlprozess für Trainer, deutsche Bürokratie, die sie Brief für Brief gelernt hat, und eine Unternehmensgründung. Als der zweite Standort näher rückte und sie eine GmbH gründete, gehörte zu den praktischen Entscheidungen auch die Frage, wo das Geld liegen sollte. Nach mehreren Tagen Konditionsvergleich hat sie sich für die Finanzplattform Vivid entschieden.

Acht Classes, eine Trainerin

Das erste YOGALOFT eröffnete im Februar 2023 in Sachsenhausen mit einem einzigen Format: Yoga Sculpt, die Signature Class des Studios, eine Mischung aus Yoga-Sequenzen und Kraftarbeit. In Frankfurt gab es damals, so Eva, überhaupt nichts, was mit Sculpt zu tun hatte. Der Trend war Reformer Pilates, und damit blieb die Frage offen: Würde das überhaupt ankommen? Es gab etwa acht Classes pro Woche, und sie hat jede einzelne selbst unterrichtet.

Nach etwa sechs Monaten hatte sich das Bild komplett geändert. Sie veranstaltete einen sogenannten Casting Call und ließ mögliche neue Trainer gemeinsam mit ihr eine kurze Class im Studio unterrichten.

„Ich habe neue Trainer dazu gebracht, im Studio eine kurze Class mit mir vorzuzeigen, also ein 1:1, um zu gucken, ob sie die Skills haben und ob sie vor allem diese Attitude, dieses Charisma und diese Empathie haben, die ich im Studio unbedingt haben möchte.“

Eva Karina Gouveia, Gründerin, YOGALOFT Frankfurt

Aus acht Classes wurden innerhalb eines Jahres 20, aus einer Trainerin zehn. 2024, als sie parallel Reformer-Kurse unterrichtete, entschied sie, dass YOGALOFT neben Yoga Sculpt auch Reformer anbieten sollte, und bestellte die Geräte im Vertrauen auf einen zweiten Raum, den sie schon gefunden zu haben glaubte. Am Ende kam die Absage. Die Reformer kamen stattdessen nach Sachsenhausen, wodurch der ohnehin knappe Raum noch enger wurde. Sie suchte weiter, mit einer Bedingung: Der nächste Standort musste beides möglich machen, Mattenkurse und Reformer-Kurse, und dazu Raum bieten, in dem die Community Zeit miteinander verbringt.

Gefunden hat sie ihn im März des vergangenen Jahres, über ein Mitglied der Community. Der Standort war ein einziger Raum; es dauerte ein Jahr Umbau, um ihn in zwei Räume zu teilen, in denen parallel Kurse laufen können, jeder mit eigenem Community-Bereich. Dass aus acht Classes pro Woche rund 50 in jedem Studio geworden sind, habe sie, sagt sie, noch nicht richtig wahrgenommen.

Keine Kunden. Community.

Das Vokabular bei YOGALOFT ist bewusst gewählt, und es beginnt damit, wie das Studio die Menschen, die hier trainieren, gerade nicht nennt.

„Erst einmal nennen wir das nicht Kunden. Jede Person, die hier durch diese Tür kommt, ist keine Kundin. Wir wollen nichts verkaufen, sondern wir wollen Momente mit diesen Menschen erleben. Deswegen nennen wir das Community, und das ist schon der Unterschied: Wenn du die Teilnehmer als Community siehst und nicht als Kunden, dann ist die Beziehung enger, sie ist echter, und sie ist auch für uns schöner.“

Eva Karina Gouveia, Gründerin, YOGALOFT Frankfurt

In der Praxis heißt das: ein breiter Stundenplan und viel Raum darum herum. Es gibt Mattenkurse: Yoga, Pilates und Strength; Recovery-Kurse mit Fokus auf Stretching, weil Eva viel davon hält, dass Bewegung wichtig ist, wenn man schwitzt, und dass Bewegung zum Stretchen genauso wichtig ist; und Reformer-Kurse, getrennt in Beginner, Intermediate und Advanced, damit alle dort anfangen können, wo sie sich wiedererkennen, und von dort weiterkommen.

Um die Kurse herum liegt der Teil, der schwerer in einen Stundenplan passt. Es gibt eine Fläche für Community-Events, und das Studio nutzt sie oft, um etwas zu feiern und um auch außerhalb des YOGALOFT etwas gemeinsam zu unternehmen. Am neueren Standort ist eine Shake Bar dazugekommen: Sie haben überlegt, wie sie die Leute auch bei der Ernährung unterstützen können, und Protein-Shakes nehmen sie selbst täglich. Ihr Favorit ist der Anti-Aging-Shake. Es gibt Merch in Farben, die zum Interieur des Studios passen, Grippy Socks in verschiedenen Farben und Größen, und seit diesem Jahr gebrandetes Equipment: Bands, Rings und Blocks mit Logo, damit man sie für das eigene Training mit nach Hause nehmen kann.

Zweimal bei null anfangen

Zum Yoga kam Eva während ihrer Unizeit, auf der Suche nach Bewegung, und praktizierte dreimal pro Woche. Geblieben ist sie nicht nur wegen der Praxis, sondern auch wegen der Menschen: eine echte Beziehung zu ihrer Trainerin und zu den anderen Teilnehmern, etwas, das sich wie eine Community anfühlte. Es wurde ihr Ausgleich zu den Situationen, die das Leben damals mitbrachte, in der Familie oder in der Beziehung.

Dann ist sie gegangen. Sie ist in Venezuela geboren und aufgewachsen, hat dort Jura studiert und abgeschlossen und eineinhalb Jahre als Anwältin gearbeitet. Warum sie ihr Land verlassen hat, ist, wie sie sagt, immer eine schwierige Frage. Mit der politischen und wirtschaftlichen Situation in Venezuela konnte sie sich nicht identifizieren.

„Als ich 23 Jahre alt war, habe ich die Entscheidung getroffen, mein Land zu verlassen, obwohl das gleichzeitig bedeuten würde, dass ich von null anfangen müsste, aber vor allem, dass ich nicht mehr mit meiner Familie zusammen sein würde.“

Eva Karina Gouveia, Gründerin, YOGALOFT Frankfurt

Zuerst kam Madrid: Spanisch ist ihre Muttersprache, ihre Mutter stammt ursprünglich aus Spanien, und sie dachte, sie könne ihre juristische Karriere dort mit einem Master weiterführen. Nach ihrer eigenen Einschätzung war das nicht erfolgreich. Sie hat ihre Familie sehr vermisst, und sie hatte das Gefühl, dass Spanien, so schön es ist, ihr nicht das bieten konnte, was sie gesucht hat: Stabilität. Sie hat recherchiert, welches Land in Europa ihr genau das bieten könnte, und eines davon war Deutschland: Stabilität, Sicherheit und Pünktlichkeit haben sie überzeugt. Angekommen ist sie in München, wo sie als Au-pair gearbeitet hat, um näher an die Sprache zu kommen. Frankfurt kam drei Jahre später, wegen der Arbeit, die sie damals hatte.

Yoga blieb lange ein Plan, über den sie sprach, statt ihn umzusetzen. Jahre später, unzufrieden mit ihrer damaligen Stelle, war es ihr Partner, der die Idee in Worte fasste: mach dich selbstständig, unterrichte, eröffne dein eigenes Studio. Sie fand das überwältigend und hat trotzdem daran geglaubt. Fünf Jobs später, mit genug Erspartem, um eine Kaution zu zahlen und ein Studio zu eröffnen, haben sie und ihr Partner es gemacht.

Der Akzent am Telefon

Fragt man sie, was am schwierigsten war, in Deutschland ein eigenes Unternehmen aufzubauen, nennt sie eine Mischung aus allem, angefangen bei der Sprache, und zwar in einer sehr konkreten Situation: am Telefon, auf der Suche nach einem Gewerberaum.

„Ich hatte oft Calls, in denen ich um einen Besichtigungstermin für einen Raum gebeten habe, und dann hört sich die andere Person natürlich skeptisch an, einfach weil du einen Akzent hast, und dann verlierst du ein bisschen diese Glaubwürdigkeit.“

Eva Karina Gouveia, Gründerin, YOGALOFT Frankfurt

Als Mensch, sagt sie, fühlt sich das nicht gut an. Aufgehalten hat es sie nicht. Am Ende des Tages glaubt sie daran, dass es Menschen gibt, die einem eine Chance geben, und genau so war es dann auch. Die Bürokratie war die zweite Hürde: In einem Land, in dem man nicht aufgewachsen ist, weiß man nicht, welche Papiere es gibt, bis sie im Briefkasten liegen und einem sagen, dass man etwas anmelden muss. Und trotzdem freut sie sich, dass es sie gibt. Diese Ordnung, diese Organisation, diese Struktur sind genau das, was sie gesucht hat. Die Kultur war die dritte Hürde, und die sieht sie als ihren Vorteil, weil die Offenheit und die Sympathie, mit denen sie aufgewachsen ist, Türen öffnen.

Die Frage, wie es ist, als Frau ein Unternehmen aufzubauen, hatte sie am Tag vor dem Interview gelesen, und sie antwortet ehrlich: Diesen Vergleich trägt sie nicht mit sich herum. Stolz fühlt sie sich als Mensch, unabhängig davon, dass sie eine Frau ist. Schön sei es, ein Vorbild für Frauen zu sein, die sich manchmal fragen, ob sie so etwas schaffen können oder ob ihr Geschlecht sie daran hindert, und natürlich Frauen zu repräsentieren. Aber sie hat mit sehr vielen selbstständigen Frauen zu tun, und viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Community bauen ihr eigenes Business auf und verfolgen ihre eigenen Träume. Vielleicht wegen dieses Kontakts, sagt sie, vergisst sie, dass eine Frau als Gründerin vielleicht nicht so oft vorkommt.

Drei Stunden zu früh

Zwei Standorte klingen, sagt sie, von außen stärker, als sie sich in einem Arbeitstag anfühlen. Sie hatte noch nicht den Moment, sich hinzusetzen und das wahrzunehmen. Was sie wahrnimmt: dass sie ihre Eltern stolz macht, und dass Mut und Energie jeden Tag da sind und die Leidenschaft größer wird statt kleiner.

Fragt man sie, wonach die Menschen bei YOGALOFT suchen, fängt sie damit an, was die Tage außerhalb des Studios mit ihnen machen.

„Wir sind sehr oft im Kopf und manchmal sehr wenig im Körper. Sehr beschäftigt mit Gedanken, mit To-Dos. Wir arbeiten wie Maschinen.“

Eva Karina Gouveia, Gründerin, YOGALOFT Frankfurt

Die Leute wollen wahrgenommen werden, sagt sie, und sie wollen eine Pause von dem, was draußen passiert: von den Kriegen, von der Wut auf der Straße, von diesem ganzen Gegeneinander. Was sie hier suchen, ist das Gegenteil davon.

Das beste Beispiel dafür stammt aus der Woche des Interviews. Jemand kam drei Stunden vor der Class. Eva machte die Tür auf, fragte, warum sie so früh da sei, sagte ihr, sie könne sich hinsetzen, und irgendwann: Jetzt musst du aber mitmachen. Die Teilnehmerin machte drei Classes hintereinander. Danach erzählte sie Eva, dass es ihr beim Ankommen nicht gut gegangen sei, dass sie ihre Termine erledigt habe und ins YOGALOFT gehen wollte, weil sie sich zumindest dort gut fühlen würde, und dass sie sich jetzt, völlig fertig, so gut fühle; danke dafür. Das, sagt Eva, sei das beste Feedback und der Grund, warum sie jeden Tag ihr ganzes Herz hineinsteckt. Ihr Rat an alle, die über ein eigenes Unternehmen nachdenken: Glaub an deine Träume, organisiere deine Sachen, such alles, was du brauchst, um diesen Traum echt zu erleben, und wenn es nicht klappt, versuch es nochmal.

Jede Rechnung bei ihrer Transaktion

Die Finanzentscheidung kam mit dem zweiten Standort. Vor der Eröffnung wurde aus dem Unternehmen, aus verschiedenen Gründen, eine GmbH, und bei ihrem damaligen Anbieter gab es die Möglichkeit eines Unternehmenskontos nicht. Also hat sie über mehrere Tage Anbieter mit Geschäftskonten recherchiert, gelesen und verglichen, mit zwei Schwerpunkten im Blick.

„Nach allen Konditionen und aller Recherche habe ich mich definitiv für Vivid entschieden. Sie hatten die besten Konditionen.“

Eva Karina Gouveia, Gründerin, YOGALOFT Frankfurt

Was sie im Alltag am meisten schätzt, ist eine Funktion: Im Vivid-Geschäftskonto kann sie die Rechnung direkt an die Transaktion hängen, zu der sie gehört, gleich nachdem sie etwas ausgegeben hat. Sie arbeitet sehr strukturiert und macht ihre Buchhaltung selbst.

Die Tür geht wieder auf, und wer hereinkommt, wird beim Namen genannt und mit einer Umarmung begrüßt. Fragt man Eva, wie sich die Menschen nach einer Stunde fühlen sollen, sagt sie, was sie hören will: dass sie hereinkommen und sagen, sie hätten einen beschissenen Tag gehabt, und gehen und sagen, ihr Tag habe sich komplett geändert.

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt die individuelle Erfahrung einer Vivid-Kundin wider und dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Er stellt keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar und ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Investieren ist mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals; der Wert von Anlagen kann sowohl steigen als auch fallen. Verfügbarkeit, Zinssätze und Bedingungen der Produkte hängen vom jeweiligen Plan ab und können sich ändern. Stand: Oktober 2026. Bitte lassen Sie sich vor Finanzentscheidungen von einer qualifizierten Fachperson beraten.

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