UG gründen: 9 Schritte zum Start
Zusammenfassung
Wenn du mit wenig Kapital in die Selbstständigkeit starten möchtest, ist die Unternehmergesellschaft (UG) oft eine der ersten Optionen, die in Betracht kommen. Sie ermöglicht einen vergleichsweise unkomplizierten Einstieg und verbindet geringe finanzielle Anforderungen mit einer klar geregelten rechtlichen Struktur. Besonders für Start-ups, Einzelgründer:innen oder kleine Teams ist diese Rechtsform deshalb interessant. Wer eine Unternehmergesellschaft gründen will, erhält ein Modell, das sich flexibel an unterschiedliche Geschäftsideen anpassen lässt.
In diesem Guide bekommst du einen kompakten Überblick darüber, wie die Gründung abläuft, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Kosten auf dich zukommen können.
Hinweis: Die Inhalte dieses Blogs dienen lediglich der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Sie sind keine Empfehlung oder Grundlage für finanzielle Entscheidungen. Bevor aufgrund der bereitgestellten Informationen Maßnahmen ergriffen werden, sollte immer der Rat von qualifizierten Fachleuten eingeholt werden, die die individuellen Umstände berücksichtigen können.
Was ist eine UG (haftungsbeschränkt)?
Die Unternehmergesellschaft – kurz UG – ist eine spezielle Form der GmbH und gehört damit zu den Kapitalgesellschaften. Auch wenn sie bereits mit minimalem Kapital gegründet werden kann, besitzt sie eine eigene Rechtspersönlichkeit und tritt als eigenständiges Unternehmen auf.
Charakteristisch ist vor allem die Haftungsregelung: Grundsätzlich haftet die Gesellschaft mit ihrem eigenen Vermögen. Das private Vermögen der Gesellschafter:innen bleibt in der Regel unberührt. Allerdings gilt auch hier: Bei bestimmten Pflichtverletzungen oder wenn persönliche Sicherheiten übernommen werden, kann es zu Ausnahmen kommen.
Merkmale
Die UG (haftungsbeschränkt) ist rechtlich klar strukturiert und unterliegt festen gesetzlichen Vorgaben. Wer eine UG gründen möchte, arbeitet mit einer Rechtsform, die einen vergleichsweise niedrigen Einstieg mit formalen Anforderungen kombiniert.
- geringes Stammkapital: bereits ab 1 € möglich
- Haftungsbeschränkung: grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt
- Rücklagenpflicht: ein Teil des Gewinns muss jährlich angespart werden
- eigene Rechtspersönlichkeit: die UG kann Verträge abschließen und vor Gericht auftreten
- klare Struktur: definierte Rollen für Geschäftsführung und Gesellschafter:innen
Wichtig: Auch bei einer UG bestehen wirtschaftliche Risiken. Die Haftungsbeschränkung gilt nicht uneingeschränkt, und bei Pflichtverletzungen oder persönlichen Sicherheiten kann eine persönliche Haftung entstehen.
Vorteile und Nachteile der UG
Vorteile
Gerade für den Einstieg in die Selbstständigkeit bringt die UG einige praktische Vorteile mit sich:
- niedrige Kapitalanforderungen erleichtern den Start
- begrenzte Haftung reduziert das persönliche Risiko
- relativ unkomplizierter Gründungsprozess im Vergleich zu größeren Kapitalgesellschaften
- flexible Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Geschäftsmodelle
Nachteile
Neben den Vorteilen solltest du auch die Einschränkungen im Blick behalten:
- verpflichtende Rücklagenbildung, wodurch Gewinne nicht vollständig verfügbar sind
- Wahrnehmung im Geschäftsverkehr teilweise als weniger kreditwürdig als eine GmbH
- höherer administrativer Aufwand als bei einem Einzelunternehmen
Unterschiede zur GmbH
| Merkmal | UG (haftungsbeschränkt) | GmbH |
|---|---|---|
| Mindeststammkapital | 1 € | 25.000 € |
| Sacheinlagen* | Nicht möglich (nur Bareinlagen) | Möglich |
| Rücklagenpflicht | 25% Gewinn p.a., bis 25.000 € erreicht | Keine gesetzliche Pflicht |
| Zielgruppe | Start-ups, Einzelgründer:innen | Größere Unternehmen |
| Gründungskosten | ca. 300–400 € (günstig mit Musterprotokoll) | 1.000–2.000 € (höhere formelle Anforderungen) |
| Namenswahl | „UG (haftungsbeschränkt)“ muss im Namen stehen | „GmbH“ muss im Namen stehen |
| Gewinnausschüttung | Eingeschränkt (wegen Rücklagenbildung) | Flexibel nach Gesellschafterbeschluss |
| Statuswechsel | Ab 25.000 € Stammkapital Umwandlung in GmbH möglich | Von Anfang an “GmbH”, Umwandlung in UG nicht möglich |
| Kreditwürdigkeit/Ansehen | Tendenziell geringeres Startprestige | Hohes Ansehen als etablierte Form |
| Anzahl der Gesellschafter:innen | Bis zu 3 mit Musterprotokoll, sonst keine Begrenzung | Keine Begrenzung |
| Haftung | Beschränkt auf Gesellschaftsvermögen; Ausnahmen bei Pflichtverletzung | Wie bei UG; strenge Geschäftsleiterpflichten |
* Bareinlagen sind Geldbeträge, die Gesellschafter:innen in die Gesellschaft einbringen, beispielsweise durch Überweisung auf das Geschäftskonto oder in bar. Sacheinlagen hingegen bestehen aus Vermögenswerten wie Maschinen, Fahrzeugen oder Immobilien, die anstelle von Geld in eine GmbH eingebracht werden.
Wichtig: Bei der UG sind ausschließlich Bareinlagen zulässig. Bei der GmbH hingegen können sowohl Bareinlagen als auch Sacheinlagen eingebracht werden.
Weitere Hinweise:
- Die UG eignet sich insbesondere für Gründer:innen, die mit geringem Kapital schnell starten möchten. Gleichzeitig gelten strengere Regeln für die Gewinnverwendung, da Rücklagen gebildet werden müssen.
- Die GmbH wird häufig als etablierte Rechtsform wahrgenommen. Sie bietet mehr Flexibilität und wird oft für Geschäftsmodelle gewählt, die auf Wachstum, größere Investitionen oder die Einbindung von Investor:innen ausgerichtet sind.
- Eine UG kann später in eine GmbH umgewandelt werden, sobald das erforderliche Stammkapital angespart wurde.
- Beide Rechtsformen sehen grundsätzlich eine Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen vor. In bestimmten Fällen – etwa bei Pflichtverletzungen – kann jedoch eine sogenannte Durchgriffshaftung entstehen.
Für einen ausführlichen Vergleich, siehe: UG oder GmbH? Vergleich der Rechtsformen.
Voraussetzungen für die Gründung einer UG
Die Unternehmergesellschaft (UG) ermöglicht einen schnellen und vergleichsweise kostengünstigen Einstieg in die Selbstständigkeit. Wer eine UG anmelden möchte, muss jedoch einige grundlegende Voraussetzungen beachten:
Gründer:innenkreis: Eine UG kann sowohl von natürlichen als auch von juristischen Personen gegründet werden – allein oder gemeinsam im Team. Alle Beteiligten müssen volljährig, geschäftsfähig und ohne relevante negative Einträge im Handelsregister sein.
Stammkapital: Für die Gründung ist mindestens 1 Euro erforderlich. Dieses Kapital muss vollständig als Bareinlage eingebracht werden; Sacheinlagen sind bei der UG nicht zulässig.
Gesellschaftsvertrag: Es ist ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag notwendig. Alternativ kann bei einfachen Strukturen ein Musterprotokoll verwendet werden. In beiden Fällen ist eine notarielle Beurkundung verpflichtend.
Firmensitz: Die UG muss eine ladungsfähige Geschäftsadresse in Deutschland haben. Ein Postfach reicht hierfür nicht aus.
Firmenname: Der Name der Gesellschaft muss den Zusatz „UG (haftungsbeschränkt)“ enthalten und darf keine irreführenden Angaben enthalten.
Handelsregistereintrag: Erst mit der Eintragung ins Handelsregister entsteht die UG als rechtlich eigenständige Gesellschaft.
Weitere Anmeldungen: Für die vollständige Registrierung sind zusätzliche Meldungen erforderlich, unter anderem beim Gewerbeamt, beim Finanzamt, bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) bzw. Handwerkskammer (HWK) sowie bei der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Diese Voraussetzungen bilden die Grundlage für eine strukturierte und rechtssichere Gründung einer UG.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: UG gründen
Die Gründung einer Unternehmergesellschaft (UG) erfolgt in mehreren klar aufeinander aufbauenden Schritten. Wenn du strukturiert vorgehst, kannst du deine UG fundiert vorbereiten und den administrativen Aufwand minimieren.
Schritt 1: UG eröffnen – allein oder im Team?
Bevor du deine UG anmelden kannst, solltest du entscheiden, ob du das Unternehmen allein oder gemeinsam mit Partner:innen aufbauen möchtest. Eine UG kann sowohl von einer einzelnen Person als auch von mehreren Gesellschafter:innen gegründet werden.
Wenn du eine UG eröffnen möchtest, beeinflusst diese Entscheidung die gesamte Unternehmensstruktur – etwa die Verteilung der Geschäftsanteile, die Entscheidungsprozesse und die Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrags. Während eine Einzelgründung mehr Kontrolle bietet, ermöglicht eine Teamgründung die Aufteilung von Verantwortung, Kapital und Know-how.
Schritt 2: Geschäftsidee definieren und Firmennamen prüfen
Lege zunächst fest, welche Leistungen du konkret anbieten möchtest. Eine klare Beschreibung deiner Tätigkeit hilft nicht nur bei der Positionierung, sondern auch bei der Einordnung durch Behörden.
Prüfe anschließend bei der IHK, ob dein gewünschter Firmenname verfügbar ist. Dabei gilt: Der Name muss den Zusatz „UG (haftungsbeschränkt)“ enthalten und darf weder irreführend noch bereits vergeben sein.
Schritt 3: Gesellschaftsvertrag erstellen oder Musterprotokoll nutzen
Für die Gründung benötigst du einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag. In einfacheren Fällen – etwa bei bis zu drei Gesellschafter:innen – kannst du auch ein Musterprotokoll verwenden, um Kosten zu reduzieren.
Bei komplexeren Strukturen empfiehlt sich ein individuell ausgearbeiteter Vertrag, in dem beispielsweise Regelungen zu Geschäftsanteilen, Stimmrechten oder der Geschäftsführung festgelegt werden.
Schritt 4: Notartermin vereinbaren
Der Gesellschaftsvertrag muss notariell beurkundet werden. Vereinbare dafür einen Termin beim Notariat – je nach Möglichkeit vor Ort oder per Videoverfahren.
Alle beteiligten Gründer:innen sowie die Geschäftsführung müssen persönlich erscheinen oder sich vertreten lassen.
Schritt 5: Geschäftskonto eröffnen und Stammkapital einzahlen
Nach der Beurkundung wird ein Geschäftskonto im Namen der UG eröffnet. Auf dieses Konto zahlst du das vereinbarte Stammkapital vollständig als Bareinlage ein – Sacheinlagen sind bei der UG nicht zulässig.
Der Zahlungsnachweis dient als Grundlage für die Anmeldung beim Handelsregister.
Schritt 6: Anmeldung beim Handelsregister
Das Notariat reicht alle erforderlichen Unterlagen beim zuständigen Amtsgericht ein. Erst die Eintragung ins Handelsregister macht die UG zur eigenständigen juristischen Person und damit geschäftsfähig.
Schritt 7: Gewerbeanmeldung beim zuständigen Amt
Sobald die Eintragung erfolgt ist, meldest du dein Unternehmen beim zuständigen Gewerbeamt an. In der Regel erfolgt dies durch die Geschäftsführung.
Das Gewerbeamt informiert anschließend weitere Behörden automatisch.
Schritt 8: Steuerliche Erfassung beim Finanzamt
Nach der Gewerbeanmeldung erhältst du vom Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Nach dem Ausfüllen und Einreichen bekommst du deine Steuernummer, die du für Rechnungen und steuerliche Pflichten benötigst.
Schritt 9: Weitere Pflichtanmeldungen
Zum Abschluss musst du deine UG bei weiteren Stellen registrieren, darunter:
- Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK)
- Berufsgenossenschaft
- Transparenzregister
Diese Meldungen sind notwendig, um alle gesetzlichen Anforderungen vollständig zu erfüllen.
Möchtest du die UG-Gründung online und so einfach wie möglich machen? Dann empfiehlt sich ein digitaler Gründungsservice.
Kosten der UG-Gründung & Dauer
Was kostet es, eine UG zu gründen?
Im Vergleich zu anderen Kapitalgesellschaften fallen die Kosten für eine UG-Gründung meist geringer aus. Insgesamt bewegen sich die Ausgaben typischerweise im Bereich von 300 € bis 800 €, abhängig davon, wie komplex die Gründung gestaltet ist.
Zu den wichtigsten Kosten gehören:
- Notarkosten: etwa 100–400 €
- Handelsregistergebühren: ca. 150 €
- Gewerbeanmeldung: rund 20–50 €
- weitere administrative Kosten: etwa 30–100 €
Die genaue Höhe kann je nach Vertragsgestaltung, Notargebühren und regionalen Unterschieden variieren.
Wie lange dauert die Gründung einer UG?
Die Dauer der Gründung liegt in den meisten Fällen zwischen drei und sechs Wochen. Im Durchschnitt solltest du mit etwa vier Wochen rechnen.
Wie schnell du eine UG eröffnen kannst, hängt vor allem von folgenden Punkten ab:
- wie gut die Unterlagen vorbereitet sind
- wann ein Notartermin verfügbar ist
- wie lange das Handelsregister für die Eintragung benötigt
Tipps zum Sparen bei der Gründung
Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich der Aufwand reduzieren:
- Musterprotokoll verwenden: sinnvoll bei einfachen Gründungen, um Kosten zu senken
- digitale Abläufe nutzen: kann den Prozess beschleunigen und Zeit sparen
UG online gründen
Vorteile und Ablauf der Online-Gründung
Seit 2022 können einzelne Schritte der Gründung unter bestimmten gesetzlichen und technischen Voraussetzungen digital erfolgen. Dazu gehören beispielsweise notarielle Beurkundungen per Video sowie elektronische Anmeldungen beim Handelsregister. Spezielle Gründungsservices bündeln die verschiedenen digitalen Schritte.
Das kann den Gründungsprozess effizienter gestalten, Papieraufwand reduzieren und mehr Flexibilität ermöglichen – insbesondere für Gründer:innen, die ortsunabhängig arbeiten möchten.
Umwandlung der UG in eine GmbH
Sobald die UG ausreichend Rücklagen aufgebaut hat – in der Regel bis zur Höhe von 25.000 € – besteht die Möglichkeit, die Gesellschaft in eine GmbH umzuwandeln.
Dieser Schritt kann je nach Geschäftsentwicklung sinnvoll sein, etwa wenn sich die Außenwirkung ändern soll oder bestimmte Finanzierungsoptionen künftig besser zum Unternehmen passen.
Besonderheiten in der Gründung (i.G.) beachten
Im Rahmen der Firmengründung UG befindet sich die Gesellschaft zunächst im Status „UG in Gründung“ (UG i.G.). In dieser Phase ist sie noch nicht im Handelsregister eingetragen und damit rechtlich noch keine vollwertige juristische Person.
Daraus ergeben sich wichtige Besonderheiten:
- Haftung: Vor der Eintragung können die handelnden Personen persönlich für Verpflichtungen haften
- Rechtsstatus: Verträge werden im Namen der „UG i.G.“ abgeschlossen
- Übergang: Erst mit der Eintragung ins Handelsregister entsteht die UG als eigenständige juristische Person
Gerade während der Firmengründung einer UG ist es daher wichtig, Schritt für Schritt sorgfältig zu planen und Risiken in dieser Übergangsphase zu berücksichtigen.
Fazit
Die UG (haftungsbeschränkt) ermöglicht einen vergleichsweise kapitalarmen Einstieg in die Selbstständigkeit – insbesondere dann, wenn mit begrenztem Kapital gestartet werden soll und gleichzeitig ein gewisser Haftungsschutz gewünscht ist.
Besonders geeignet ist die UG für:
- Solo-Gründer:innen und Freiberufler:innen, die ihr Unternehmen eigenständig und kosteneffizient aufbauen möchten
- Start-ups und kleine Teams, für die Flexibilität und ein schneller Markteintritt im Vordergrund stehen
- Gründer:innen mit geringem Eigenkapital, deren Geschäftsmodelle keine hohen Anfangsinvestitionen erfordern
- Unternehmen in frühen Testphasen, die neue Produkte oder Ideen zunächst im kleinen Rahmen erproben möchten
- juristische Personen, die eine Tochtergesellschaft gründen, um Risiken zu trennen oder neue Geschäftsfelder zu entwickeln
Die UG eignet sich besonders für alle, die strukturierte Prozesse und eine Haftungsbegrenzung nutzen möchten, ohne direkt das Kapital für eine GmbH aufbringen zu müssen. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, später in eine GmbH überzugehen, sobald das Unternehmen wächst und ausreichend Rücklagen gebildet wurden.
Wer also einen flexiblen und rechtlich klar geregelten Start in die Selbstständigkeit sucht, kann in der UG eine geeignete Rechtsform finden. Egal ob du eine UG allein gründen oder als Team starten möchtest - sie ist eine vergleichsweise kosteneffiziente Option.
Hinweis: Die in diesem Artikel beschriebenen rechtlichen und regulatorischen Angaben gelten für den deutschen Markt, Stand Juni 2025. Da diese sich von Zeit zu Zeit ändern können, prüfe bitte gegebenenfalls aktuelle Angaben.
Quellen: GmbH-Gesetz (GmbHG), Handelsregisterordnung / Kostenregelungen des Registerwesens, Informationen der örtlichen Gewerbeämter, Bundesministerium der Justiz.
Häufige Fragen
Wie gründe ich eine UG?
Für die Gründung einer UG (haftungsbeschränkt) benötigst du ein Mindeststammkapital von 1 €, einen Gesellschaftsvertrag sowie eine notarielle Beurkundung. Anschließend erfolgt die Eintragung ins Handelsregister. Danach richtest du ein Geschäftskonto ein und meldest die Gesellschaft beim Finanzamt zur steuerlichen Erfassung an.
Wie lange dauert die Gründung einer Unternehmergesellschaft (UG)?
Für eine UG-Gründung sollte man in der Regel einen Zeitraum von etwa drei bis sechs Wochen einplanen. Wie schnell es geht, hängt vor allem davon ab, wie gut die Unterlagen vorbereitet sind, wann ein Notartermin verfügbar ist und wie lange das Handelsregister für die Eintragung benötigt.
Welche Pflichten bestehen nach der UG-Gründung noch?
Mit der Eintragung beginnen die laufenden Verpflichtungen der Gesellschaft. Dazu zählen insbesondere die doppelte Buchführung, die Erstellung eines Jahresabschlusses sowie dessen Veröffentlichung. Digitale Geschäftskonten und Buchhaltungstools helfen, diesen Aufwand überschaubar zu halten. Zusätzlich müssen steuerliche Pflichten eingehalten und Fristen beachtet werden.
Wie viele Gesellschafter:innen kann eine UG haben?
Du kannst eine UG allein gründen oder auch mit mehreren Gesellschafter:innen zusammenarbeiten. Eine feste Obergrenze gibt es nicht. Die Anzahl der Beteiligten wirkt sich jedoch auf die interne Organisation aus, etwa auf Entscheidungswege und die Verteilung der Anteile.
Kann ich als Einzelperson eine UG gründen?
Ja, eine UG kann auch von einer einzelnen Person gegründet werden. Neben Einzelgründungen sind ebenso mehrere Gesellschafter:innen oder juristische Personen als Beteiligte möglich.
Was ist die Ansparpflicht nach der UG-Gründung?
Nach der UG-Gründung muss ein Teil des Gewinns zurückgelegt werden. Konkret sind 25 % des Jahresüberschusses anzusparen, bis ein Stammkapital von 25.000 € erreicht ist. Erst dann kann ein Wechsel zur GmbH erfolgen.
Brauche ich für eine UG ein Geschäftskonto?
Ja. Ein separates Konto ist notwendig, da das Stammkapital auf den Namen der Gesellschaft eingezahlt werden muss. Einige Anbieter, darunter Vivid Business, bieten unter bestimmten Voraussetzungen bereits für UGs in Gründung Zugang zu einem Geschäftskonto.
Was bedeutet haftungsbeschränkt?
„Haftungsbeschränkt“ bedeutet, dass die Gesellschaft grundsätzlich mit ihrem eigenen Vermögen haftet. Private Vermögenswerte der Gesellschafter:innen bleiben in der Regel unberührt, können jedoch in Ausnahmefällen betroffen sein.
Welche laufenden Kosten hat eine UG im Alltag?
Im laufenden Betrieb fallen bei einer UG regelmäßig wiederkehrende Kosten an, die je nach Unternehmen variieren können.
Typische Ausgaben sind:
- Steuerberatung und Buchhaltungsservices
- Beiträge zur Industrie- und Handelskammer (IHK)
- Aufwendungen für den Jahresabschluss
- Kontoführungsgebühren (falls kein kostenloser Tarif)
- Versicherungen, beispielsweise eine Betriebshaftpflichtversicherung
Ist eine spätere Umwandlung der UG in eine GmbH möglich?
Ja. Wer eine UG eröffnen möchte, kann diese in eine GmbH umwandeln, sobald Rücklagen von 25.000 € aufgebaut wurden. Voraussetzung ist ein notarieller Beschluss sowie die entsprechende Anpassung des Gesellschaftsvertrags.
Was passiert, wenn meine UG Verluste macht?
Verluste wirken sich direkt auf das Eigenkapital aus und erfordern eine sorgfältige Überwachung durch die Geschäftsführung. In kritischen Fällen, etwa bei drohender Zahlungsunfähigkeit, können gesetzliche Maßnahmen notwendig werden.
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