Zwei Geschwister übernehmen den Weinhandel der Eltern, und auf dem Briefkopf steht plötzlich „Berger OHG“. Die OHG Bedeutung einfach erklärt: OHG steht für offene Handelsgesellschaft, einen Zusammenschluss von mindestens zwei Personen, die unter gemeinsamer Firma ein Handelsgewerbe betreiben. Für die Schulden haften alle Beteiligten persönlich.
Dieser Leitfaden ist für Gründer:innen und Familienbetriebe, die wissen wollen, was eine OHG ist und ob sie zu ihnen passt. Er erklärt Haftung, Geschäftsführung, Gewinn, Steuern und Gründung, mit den Neuerungen der Reform von 2024.
Das Wichtigste in Kürze:
- OHG ist die Abkürzung für offene Handelsgesellschaft, geregelt in den §§ 105 bis 160 HGB.
- Mindestens zwei Gesellschafter:innen betreiben ein Handelsgewerbe unter einer Firma. Mindestkapital braucht es nicht.
- Die OHG ist keine juristische Person, kann aber selbst Verträge schließen und Vermögen halten.
- Alle Gesellschafter:innen haften persönlich, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch.
- Handelsregister und Bilanz sind Pflicht. Den Gewinn versteuern die Gesellschafter:innen, die Gewerbesteuer zahlt die OHG.
Was bedeutet OHG? Die Abkürzung erklärt
Was bedeutet OHG, und wofür steht OHG genau? Für offene Handelsgesellschaft, manchmal auch oHG geschrieben. Ob „Was heißt OHG?“ oder in Schweizer Schreibweise „Was heisst OHG?“: gemeint sind Kaufleute, die ein Unternehmen gemeinsam führen. „Offen“ heißt, dass nach außen sichtbar ist, wer dahintersteht und haftet.
Die gesetzliche OHG-Definition steht in § 105 HGB. Die OHG gehört zu den ältesten Gesellschaftsformen im deutschen Handelsrecht: das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch kannte sie schon 1861, seit 1900 regelt sie das HGB. Seit dem 1. Januar 2024 gilt die Fassung des Gesetzes zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG).
OHG einfach erklärt: die wichtigsten Merkmale
Die kürzeste OHG-Erklärung: die OHG ist eine Gesellschaft, in der mehrere Personen zusammen ein kaufmännisches Geschäft betreiben und voll dafür einstehen. Sieben Merkmale prägen die Rechtsform:
OHG als Rechtsform: welche Art von Unternehmensform ist sie?
Wer die OHG Rechtsform einordnet, kommt mit zwei Begriffen aus. Als Gesellschaftsform ist die OHG eine Personengesellschaft, weil die Menschen dahinter zählen und nicht ein festes Kapital. Und sie ist eine Handelsgesellschaft, weil ihr Zweck der Betrieb eines Handelsgewerbes ist. Mit der KG zählt sie zu den Personenhandelsgesellschaften.
Eine juristische Person wie die GmbH ist sie nicht, eine eigene Rechtspersönlichkeit fehlt ihr. Rechtsfähig ist sie trotzdem: nach § 105 Abs. 2 HGB kann die OHG Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen. Sie schließt Verträge, hält Grundstücke und Konten, und das Gesellschaftsvermögen gehört ihr.
Was bedeutet OHG bei Firmen?
Auf Rechnungen und Websites taucht das Kürzel oft auf, etwa bei „Krause & Yilmaz OHG“. Was bedeutet OHG bei Firmen? Der Zusatz nennt die Rechtsform und zeigt Geschäftspartnern, dass hier Menschen persönlich haften. Was ist OHG im Firmennamen also? Ein Pflichtbestandteil, kein Gütesiegel.
Firma heißt im HGB der Name, unter dem ein Kaufmann auftritt. Nach § 19 HGB muss sie „offene Handelsgesellschaft“ oder eine verständliche Abkürzung wie OHG enthalten. Den Namen selbst wählen die Gesellschafter:innen frei, solange er unterscheidbar ist und nicht täuscht. Geschäftsbriefe nennen nach § 125 HGB zusätzlich Sitz, Registergericht und die Nummer im Handelsregister, Abteilung A.

OHG Beispiele: welche Unternehmen sind OHGs?
Wer bei OHG Beispielen an Konzerne denkt, sucht an der falschen Stelle. Die typische OHG ist ein mittelständischer Betrieb mit zwei bis fünf Gesellschafter:innen, die jeden Tag im Geschäft stehen. Häufig sind diese Fälle:
Im Großhandel laufen Einkauf, Lieferantenrechnungen und Kundenzahlungen oft über Dutzende Partner. Ein Geschäftskonto für den Großhandel trennt das mit eigenen Konten pro Lieferant oder Produktlinie, jedes mit eigener IBAN.
OHG, GbR und KG: die Unterschiede
Die drei Rechtsformen gehen oft ineinander über. Eine GbR wird kraft Gesetzes zur OHG, sobald ihr Geschäft einen kaufmännisch eingerichteten Betrieb braucht, etwa wegen hoher Umsätze, Personal und Lager. Dann ist das Handelsregister Pflicht. Die KG wiederum ist eine OHG, in der die Kommanditist:innen nur bis zu ihrer Einlage haften. Eine Sonderform ist die GmbH & Co. KG: dort übernimmt eine GmbH die Rolle der unbeschränkt haftenden Person, sodass am Ende keine natürliche Person mit ihrem Privatvermögen einsteht.
| Merkmal | GbR | OHG | KG |
|---|---|---|---|
| Gesetz | BGB | HGB | HGB |
| Register | freiwillig | Handelsregister Pflicht | Handelsregister Pflicht |
| Haftung | alle persönlich | alle persönlich | Komplementär:innen persönlich, Kommanditist:innen bis zur Einlage |
| Buchführung | meist Einnahmen-Überschuss-Rechnung | Bilanz | Bilanz |
OHG Haftung: wer haftet für die Schulden?
Bei der OHG Haftung liegt der größte Unterschied zur GmbH. Nach § 126 HGB haften die Gesellschafter:innen den Gläubigern persönlich und als Gesamtschuldner. Gläubiger können sich also an eine einzelne Person halten, auf ihr Privatvermögen zugreifen und den vollen Betrag verlangen.
Ein Beispiel: eine OHG mit drei Beteiligten schuldet einem Lieferanten 30.000 €. Er kann alles von einer Gesellschafterin fordern, die sich intern je 10.000 € von den beiden anderen zurückholt. Absprachen, die die Haftung gegenüber den Gesellschaftsgläubigern begrenzen, sind Dritten gegenüber unwirksam.
Auch ein Gesellschafterwechsel ändert daran wenig. Wer eintritt, haftet nach § 127 HGB auch für ältere Schulden. Für das Ausscheiden eines Gesellschafters oder einer Gesellschafterin gilt § 137 HGB: die Haftung für bis dahin begründete Verbindlichkeiten läuft fünf Jahre nach. Seit dem MoPeG beginnt diese Frist, sobald der Gläubiger vom Ausscheiden erfährt, spätestens mit der Eintragung im Handelsregister.
Kurz gesagt: In der OHG haften alle Beteiligten persönlich und unbeschränkt, Eintretende auch für Altschulden und Ausscheidende noch fünf Jahre lang. Eine Betriebshaftpflicht und klare Verträge halten das Risiko im Alltag klein.
OHG Geschäftsführung und Vertretung
Wer entscheidet, und wer unterschreibt? Die Regeln zu OHG Geschäftsführung und Vertretung trennen genau das. Geschäftsführung ist das Innenverhältnis, Vertretung das Handeln nach außen.
Ohne andere Regel darf jede Person die Geschäfte allein führen (§ 116 HGB). Widerspricht eine andere geschäftsführende Person, unterbleibt das Geschäft, und außergewöhnliche Vorhaben wie der Kauf einer Halle brauchen einen Beschluss aller. Vertreten darf ebenfalls jede Person allein (§ 124 HGB). Der Vertrag kann Gesamtvertretung vorsehen, eine Beschränkung des Umfangs wirkt nach außen aber nicht.
Gewinn- und Verlustverteilung in der OHG
Wem steht das Ergebnis am Jahresende zu? Zuerst gilt der Gesellschaftsvertrag. Ohne Regel verweist § 120 HGB auf § 709 Abs. 3 BGB: Gewinn und Verlust verteilen sich nach den vereinbarten Beteiligungen, sonst nach dem Wert der Beiträge, zuletzt zu gleichen Teilen.
Die alte Regel aus vielen Ratgebern, 4 % Vorabverzinsung auf den Kapitalanteil und der Rest nach Köpfen, gilt seit 2024 nicht mehr. Jede Person kann die Auszahlung ihres Anteils verlangen, solange das der OHG nicht offensichtlich schadet (§ 122 HGB). Eine Vergütung für die Mitarbeit lässt sich im Vertrag festlegen.
OHG Steuern und Buchführung
Bei den OHG Steuern gilt das Transparenzprinzip. Die OHG zahlt keine Einkommensteuer: das Finanzamt stellt ihren Gewinn gesondert fest, und jede Person versteuert ihren Anteil selbst.
| Steuer | Wer zahlt | Was gilt |
|---|---|---|
| Einkommensteuer | jede Person auf ihren Anteil | Gewerbesteuer wird teilweise angerechnet (§ 35 EStG) |
| Gewerbesteuer | die OHG | 24.500 € Freibetrag auf den Gewerbeertrag |
| Umsatzsteuer | die OHG | außer bei Kleinunternehmerregelung (Vorjahr bis 25.000 €, laufendes Jahr bis 100.000 €) |
| Körperschaftsteuer | nur auf Antrag | Option nach § 1a KStG |
Als Handelsgesellschaft führt die OHG doppelt Buch (§ 238 HGB) und erstellt jedes Jahr eine Bilanz. Eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht nicht. Mit der Buchhaltung in Vivid gehen die Umsätze per DATEV-Export an die Steuerberatung, und die Belege hängen direkt an den Buchungen.
Vor- und Nachteile der OHG
Ob die OHG passt, hängt vom Vertrauen im Team und von den Risiken des Geschäfts ab. Die Vorteile einer OHG liegen beim Start und im Ansehen, ihre Schwächen bei Haftung und Pflichten. Die OHG Vor- und Nachteile im Überblick:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| kein Mindestkapital | persönliche, unbeschränkte Haftung aller |
| Vertrag ohne Notar und frei gestaltbar | Mitverantwortung für Entscheidungen der anderen |
| hohe Kreditwürdigkeit | doppelte Buchführung und Bilanz |
| einfache Struktur, jede Person kann allein handeln | Handelsregister und Mitgliedschaft in der IHK |
| 24.500 € Freibetrag bei der Gewerbesteuer | enge Bindung an die Mitgesellschafter:innen |
| läuft weiter, wenn eine Person ausscheidet | Gesellschaftsanteile nur mit Zustimmung der anderen übertragbar |
Kurz gesagt: Die OHG punktet mit wenig Formalitäten beim Kapital, einem flexiblen Vertrag und einem guten Ruf bei Lieferanten und Kreditgebern. Dafür tragen alle Beteiligten das volle Risiko. Für ein eingespieltes Team ist das oft ein fairer Tausch.
Für wen eignet sich die OHG?
Was ist OHG für eine Rechtsform, wenn man auf die Praxis schaut? Eine für Menschen, die sich vertrauen und gemeinsam handeln. Die Rechtsform OHG passt zu Familienbetrieben, zu Partnerschaften erfahrener Kaufleute und zu kleinen Handelsfirmen, deren Risiken sich gut versichern lassen.
Eine andere Unternehmensform als die OHG lohnt sich bei hohen Haftungsrisiken, etwa durch große Aufträge oder viel Personal: dann begrenzt eine GmbH oder GmbH & Co. KG das Risiko. Freiberufliche Teams können seit 2024 eine OHG gründen, soweit ihr Berufsrecht das erlaubt.

Wie gründet man eine OHG?
Wie gründet man eine OHG, ohne einen Schritt zu vergessen? Die Gründung einer OHG ist oft in wenigen Wochen erledigt, in dieser Reihenfolge:
Mindestens zwei Personen einigen sich auf das Geschäft und auf ihre Einlagen.
Er ist formfrei möglich, schriftlich aber deutlich sicherer.
Der Name mit dem Zusatz OHG muss sich am Ort unterscheiden. Die IHK prüft das auf Wunsch vorab.
Alle unterschreiben beim Notar, der die Anmeldung elektronisch an das Registergericht sendet.
Nach der Gewerbeanmeldung folgt innerhalb eines Monats der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.
Ein eigenes Konto trennt das Gesellschaftsvermögen vom Privatgeld.
Voraussetzungen und Gesellschaftsvertrag
Nötig sind mindestens zwei Gesellschafter:innen, ein Handelsgewerbe und eine Firma. Der Gesellschaftsvertrag ist formfrei, nur bei eingebrachten Grundstücken muss ein Notar beurkunden. Schriftlich passt er die gesetzlichen Standardregeln an das eigene Geschäft an. Diese Punkte gehören hinein:
Handelsregister, Gewerbeanmeldung und Geschäftskonto
Die Anmeldung zum Handelsregister unterschreiben alle Gesellschafter:innen vor einem Notar. Sie nennt Firma, Sitz, alle Beteiligten und ihre Vertretungsbefugnis. Nach außen wirksam wird die OHG mit der Eintragung oder, mit Zustimmung aller, schon mit dem ersten Geschäft.
Ein eigenes Konto ist keine Pflicht, für die doppelte Buchführung aber kaum verzichtbar. Ein Geschäftskonto bei Vivid eröffnet die OHG komplett online, mit deutscher IBAN. Alle Gesellschafter:innen bekommen eigene Karten und Zugriffsrechte, und im Free-Start-Tarif kostet das Konto 0 € im Monat.
Kosten der Gründung
Die Kosten bleiben überschaubar, weil weder Stammkapital noch ein beurkundeter Vertrag nötig sind. Für eine OHG mit zwei Gesellschafter:innen gilt grob:
| Posten | Typische Kosten |
|---|---|
| Notar für die Anmeldung | rund 150 bis 250 € inklusive Umsatzsteuer |
| Eintragung beim Registergericht | 150 € bei bis zu drei Gesellschafter:innen, 60 € je weitere Person |
| Gewerbeanmeldung | je nach Gemeinde etwa 20 bis 60 € |
| Rechts- und Steuerberatung | freiwillig, Honorar je nach Umfang |
Laufend kommen Buchhaltung und Jahresabschluss, der Beitrag zur IHK, Versicherungen und die Kontoführung hinzu. Wer diese Posten in den ersten Finanzplan schreibt, kennt die echten Kosten des ersten Jahres.
Fazit
Die OHG Bedeutung in einem Satz: mindestens zwei Personen betreiben unter gemeinsamer Firma ein Handelsgewerbe und haften persönlich dafür. Seit 2024 ist die OHG ausdrücklich rechtsfähig, sie steht im Handelsregister und bilanziert. Den Gewinn versteuern die Gesellschafter:innen selbst.
Für Familienbetriebe und eingespielte Teams im Handel ist sie eine angesehene Rechtsform ohne Mindestkapital. Mit klarem Vertrag und eigenem Geschäftskonto steht das gemeinsame Geschäft von Anfang an auf festem Grund.
Ein Konto für alle Gesellschafter:innen
Mit dem Vivid Geschäftskonto bekommt jede Person in der OHG eigene Karten und Zugriffe, und die Buchhaltung geht per DATEV-Export an die Steuerberatung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie wird eine OHG versteuert?
Die offene Handelsgesellschaft (OHG) ist bei der Einkommensteuer transparent: jede Person versteuert ihren Gewinnanteil als Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Die OHG selbst zahlt Gewerbesteuer mit 24.500 € Freibetrag und Umsatzsteuer. Ein Teil der Gewerbesteuer wird nach § 35 EStG auf die Einkommensteuer angerechnet. Auf unwiderruflichen Antrag ist auch eine Besteuerung wie bei einer Kapitalgesellschaft möglich (§ 1a KStG). Wie hoch die Gewerbesteuer ausfällt, hängt vom Hebesatz ab, den jede Gemeinde selbst festlegt.
Wie wird eine OHG finanziert?
Am Anfang stehen die Einlagen der Gesellschafter:innen, also Geld, Maschinen, Waren oder Arbeitskraft. Ein Mindestkapital gibt es nicht. Später finanziert sich die OHG oft aus Gewinnen, die im Unternehmen bleiben. Für Investitionen kommen Kredite, Leasing oder Förderdarlehen der KfW infrage, und weil alle persönlich haften, schätzen Kreditgeber eine OHG oft gut ein. Neue Gesellschafter:innen bringen zusätzliches Kapital, brauchen dafür aber die Zustimmung aller, wenn der Vertrag nichts anderes regelt.
Wie viele Personen braucht man, um eine OHG zu gründen?
Mindestens zwei, eine Obergrenze gibt es nicht. Beteiligen können sich natürliche Personen, aber auch eine GmbH oder eine andere rechtsfähige Personengesellschaft. Haftet keine natürliche Person unbeschränkt, wie bei der GmbH & Co. OHG, muss die Firma das zeigen. Bleibt nur eine Person übrig, erlischt die OHG und ihr Vermögen geht auf diese Person über. Auch Ehepaare, Geschwister oder Eltern mit volljährigen Kindern gründen häufig gemeinsam eine OHG.
Was ist besser, OHG oder GmbH?
Das hängt vom Risiko ab. Die GmbH braucht 25.000 € Stammkapital und einen notariellen Vertrag, dafür haftet nur das Gesellschaftsvermögen. Die OHG startet ohne Mindestkapital und mit formfreiem Vertrag, alle haften persönlich. Bilanzieren müssen beide, die GmbH veröffentlicht zusätzlich ihren Abschluss. Bei kleinen Risiken ist die OHG oft schlanker, bei großen Aufträgen oder Investoren passt die GmbH besser. Wächst das Geschäft, lässt sich eine OHG später per Formwechsel in eine GmbH umwandeln.
Was ist besser, OHG oder GbR?
Oft entscheidet das Geschäft selbst. Braucht ein Betrieb nach Art und Umfang eine kaufmännische Einrichtung, ist er eine OHG. Die GbR passt zu kleinen Gewerben und freiberuflichen Teams, ohne Handelsregister und meist mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Die OHG ist eingetragen, bilanziert und hat eine geschützte Firma. Persönlich haften die Beteiligten in beiden Formen. Wächst eine GbR in ein Handelsgewerbe hinein, wird sie automatisch zur OHG und muss sich eintragen lassen.
Wer bekommt den Gewinn bei einer OHG?
Die Gesellschafter:innen, aufgeteilt nach dem Gesellschaftsvertrag. Ohne Regel gilt § 709 Abs. 3 BGB: zuerst die vereinbarten Beteiligungen, dann der Wert der Beiträge, zuletzt gleiche Anteile. Auf Grundlage des Jahresabschlusses kann jede Person ihren Anteil ausgezahlt bekommen, solange das der OHG nicht offensichtlich schadet. Oft kommt eine Vergütung für die Mitarbeit hinzu. Verluste werden nach demselben Schlüssel verteilt und mindern den Kapitalanteil.
Hinweis: Die Inhalte dieses Blogs dienen lediglich der allgemeinen Information und stellen keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Sie sind keine Empfehlung oder Grundlage für finanzielle Entscheidungen. Bevor du auf Grundlage dieser Informationen handelst, hol dir bitte Rat von qualifizierten Fachleuten, die deine persönliche Situation berücksichtigen.






