Das Wichtigste in Kürze:
- Die GbR ist die schlankeste Rechtsform für zwei oder mehr Gründende. Kein Mindestkapital, kein Notartermin, kein Handelsregister.
- Die GmbH trennt Firmen- und Privatvermögen. Dafür verlangt sie 25.000 € Stammkapital, davon 12.500 € vor der Anmeldung.
- Die Haftung ist der größte Unterschied. In der GbR haften die Gesellschafter:innen persönlich und gesamtschuldnerisch, in der GmbH haftet das Gesellschaftsvermögen.
- Steuerlich zahlt die GbR selbst keine Einkommensteuer. Der Gewinn wird verteilt und von jeder Person einzeln versteuert, die GmbH zahlt Körperschaftsteuer.
- Für den schlanken Start mit überschaubarem Risiko reicht die GbR. Sobald hohe Auftragssummen, Investoren oder große Auftraggeber dazukommen, passt die GmbH besser.
Zwei Leute, eine Idee, und schon steht die Frage im Raum: GbR oder GmbH? Die eine Rechtsform steht an einem Nachmittag und kostet fast nichts. Die andere verlangt Kapital, einen Notartermin und Geduld. Dafür bleibt das Privatvermögen außen vor. Dieser Leitfaden klärt, was die GbR bedeutet und was Gründung und Betrieb kosten. Dazu, wie die Haftung läuft und ab welchem Punkt sich die GmbH für dich rechnet.
Was ist eine GbR? Bedeutung und Abkürzung
Die Abkürzung GbR steht für Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Geregelt ist sie in den §§ 705 ff. BGB, und der erste Paragraf verrät schon das ganze Prinzip: Mehrere Personen verpflichten sich, einen gemeinsamen Zweck zu fördern. Viel mehr verlangt das Gesetz nicht.
Zwei Personen genügen. Das können zwei Grafikerinnen sein, ein Handwerksduo oder eine Praxisgemeinschaft. Auch Unternehmen dürfen sich an einer GbR beteiligen. Seit dem 1. Januar 2024 gilt zudem ein reformiertes Personengesellschaftsrecht, das MoPeG. Es erklärt die GbR ausdrücklich für rechtsfähig und gibt ihr ein eigenes Register.
Damit zählt die GbR zu den Personengesellschaften. Eine GbR als Kapitalgesellschaft gibt es nicht, und genau daran hängt später fast alles: Haftung, Steuern, Aufwand. Die GmbH steht auf der anderen Seite dieser Linie.
Wie die GbR ohne Gründungsakt entsteht
GbR ausgeschrieben heißt Gesellschaft bürgerlichen Rechts, und ausgerechnet diese Rechtsform braucht keinen Gründungsakt. Sie entsteht von selbst. Sobald zwei Menschen dasselbe Ziel verfolgen und dafür zusammenarbeiten, liegt rechtlich bereits eine GbR vor. Ohne Vertrag, ohne Stempel, oft ohne dass es den Beteiligten bewusst ist.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Zwei Fotografinnen nehmen gemeinsam einen Auftrag an, teilen Kosten und Gewinn. Das ist eine GbR. Zu erledigen bleibt trotzdem etwas. Wer gewerblich arbeitet, meldet das Gewerbe an, und zwar jede Person einzeln. Wer freiberuflich arbeitet, meldet sich nur beim Finanzamt. Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung läuft in beiden Fällen über ELSTER.
Ist eine GbR ein Unternehmen?
Ist eine GbR ein Unternehmen? Ja. Sie schließt Verträge, stellt Rechnungen, beschäftigt Personal und hält Eigentum. Eine Firma im Sinne des HGB ist sie trotzdem nicht. Firma heißt dort der Handelsname, unter dem ein Kaufmann im Handelsregister steht. Dort steht die GbR nicht.
Für den Geschäftsverkehr heißt das: Die Gesellschafter:innen treten mit Vor- und Nachnamen auf, ergänzt um den Zusatz GbR. Eine Fantasiebezeichnung darf daneben stehen, sie ersetzt die Namen aber nicht. Die Unternehmensform GbR bleibt damit persönlicher als eine GmbH, deren Name frei wählbar ist und im Register steht.
Vor- und Nachteile der GbR
Die Vor- und Nachteile der GbR liegen dicht beieinander. Was den Start leicht macht, setzt später die Grenzen. Wenig Form, wenig Kapital, wenig Bürokratie. Dafür volle persönliche Verantwortung. Vorteile und Nachteile der GbR hier im Überblick.
Vorteile: schnell, günstig, formfrei
Die Vorteile einer GbR zeigen sich am ersten Tag. Es gibt kein Mindestkapital, also bindest du keine 25.000 €, bevor der erste Auftrag hereinkommt. Kein Notartermin. Kein Handelsregistereintrag, der Zeit und Gebühren kostet. Auch im Betrieb bleibt der Aufwand klein:
Ein weiterer Vorteil der GbR gegenüber der GmbH liegt bei den Gewinnen. Sie landen direkt bei den Gesellschafter:innen, ohne zweite Steuerebene für die Ausschüttung. Verluste aus der Anfangszeit lassen sich mit anderen Einkünften verrechnen.
Nachteile: Haftung mit dem Privatvermögen
Der meistgenannte GbR-Nachteil steht in § 721 BGB. Alle Gesellschafter:innen haften den Gläubigern persönlich und als Gesamtschuldner. Persönlich heißt: Das Privatvermögen zählt mit. Gesamtschuldnerisch heißt: Eine Person kann für den vollen Betrag herangezogen werden, unabhängig vom Anteil. Der Ausgleich läuft danach im Innenverhältnis. Abdingbar ist die Regel nicht.
Einordnen lässt sich das gut. Eine Betriebshaftpflicht deckt die typischen Schadensfälle ab. Ein sauberer Vertrag regelt, wer was entscheiden darf. Und bei dauerhaft hohen Auftragssummen lohnt der Blick auf die Kapitalgesellschaft.
Zwei weitere Punkte gehören zu den Nachteilen der GbR. Banken und Leasinggeber bewerten eine Personengesellschaft anders als eine Kapitalgesellschaft. Und wichtige Beschlüsse brauchen alle Stimmen, solange der Vertrag nichts anderes vorsieht.
Kurz gesagt: In der GbR haftet jede Person voll und persönlich, in der GmbH nur das Gesellschaftsvermögen nach § 13 Abs. 2 GmbHG. Genau dieser eine Satz entscheidet die Wahl der Rechtsform häufiger als alle Kostenfragen zusammen.

Was kostet die Gründung einer GbR?
Wer nach GbR gründen Kosten sucht, rechnet meist mit einer dreistelligen Summe. Meistens zahlst du deutlich weniger. Pflicht ist genau eine Position: die Gewerbeanmeldung. Sie fällt je Gesellschafter:in an und kostet je nach Gemeinde 20 € bis 60 €. Eine rein freiberufliche GbR zahlt auch das nicht, sie meldet sich nur beim Finanzamt an.
Alles Weitere ist freiwillig. Ein anwaltlich geprüfter Gesellschaftsvertrag kostet einige hundert Euro, ist aber keine Pflicht. Einen Notar braucht es nur für Grundstücke oder die Eintragung als eGbR. Zum Vergleich die Gründungskosten beider Rechtsformen:
| Position | GbR | GmbH |
|---|---|---|
| Mindestkapital | keines | 25.000 €, davon 12.500 € vor der Anmeldung |
| Notar | nur bei Grundstücken oder eGbR | Pflicht, ab rund 500 € mit Musterprotokoll |
| Handelsregister | kein Eintrag | Pflicht, rund 150 € Eintragungsgebühr |
| Gewerbeanmeldung | 20 bis 60 € je Gesellschafter:in | 20 bis 60 € einmalig |
| Gesellschaftsvertrag | formfrei, Beratung optional | notariell beurkundet |
| Summe bis zum Start | meist unter 150 € | meist 700 bis 1.500 € plus Stammkapital |
Laufende Kosten im Vergleich zur GmbH
Die GbR Kosten hören nach der Gründung praktisch auf. Dir bleiben die Steuerberatung, falls gewünscht, eine Betriebshaftpflicht und das Geschäftskonto. Die Buchhaltung läuft über die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, und die schafft ein geordnetes Team oft selbst.
Bei der GmbH sieht die Rechnung anders aus. Wie viel kostet eine GmbH im Jahr? Die laufenden Kosten einer GmbH bestehen aus doppelter Buchführung, Jahresabschluss und Offenlegung im Bundesanzeiger. Rechne je nach Umfang mit einem vierstelligen Betrag pro Jahr für die Steuerberatung. Dazu kommen Registeränderungen, sobald sich der Gesellschafterkreis oder die Geschäftsführung ändert. Das ist der Preis für die beschränkte Haftung.
GbR und GmbH im Vergleich
Der Unterschied zwischen GbR und GmbH lässt sich auf drei Achsen bringen: Haftung, Kapital, Aufwand. Alles andere folgt daraus, von der Buchführung bis zur Außenwirkung. Beantwortest du diese drei Punkte für dein Vorhaben, ist die Entscheidung meist schon gefallen.
Haftung, Kapital, Gründungsaufwand
GbR vs. GmbH beginnt bei der Haftung. Die GbR stellt kein Vermögen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter:innen, es wird persönlich gehaftet. Die GmbH tut genau das: Nach § 13 Abs. 2 GmbHG haftet den Gläubigern nur das Gesellschaftsvermögen. Der Zusatz mbH steht für „mit beschränkter Haftung“, und wer den Unterschied zwischen mbH und GmbH sucht, findet hier die Auflösung. Beides meint dieselbe Rechtsform.
Beim Kapital ist die Lage klar. Die GbR startet mit 0 €. Die GmbH braucht 25.000 € Stammkapital, davon mindestens 12.500 € vor der Anmeldung. Das Geld ist nicht verloren, es gehört der Gesellschaft und darf für den Betrieb genutzt werden.
Bleibt der Aufwand. Die GbR entsteht formlos. Die andere Rechtsform braucht einen notariell beurkundeten Vertrag, das Gründerkonto für die Einlage und den Handelsregistereintrag. Vor der Eintragung existiert sie noch nicht. Von der Beurkundung bis zum Register vergehen meist zwei bis sechs Wochen.
Steuern: Einkommensteuer statt Körperschaftsteuer
Der zweite große GbR GmbH Unterschied liegt im Steuerrecht. Die GbR selbst zahlt keine Einkommensteuer. Der Gewinn wird für den ganzen Betrieb ermittelt, danach auf die Gesellschafter:innen verteilt und von jeder Person über die eigene Einkommensteuer versteuert. Fachleute nennen das Transparenzprinzip.
Die GmbH ist ein eigenes Steuersubjekt. Sie zahlt Körperschaftsteuer von 15 % plus Solidaritätszuschlag, zusammen 15,825 %. Was danach ausgeschüttet wird, versteuern die Gesellschafter:innen noch einmal. Dafür bleibt einbehaltener Gewinn günstig besteuert, solange er im Unternehmen arbeitet.
Gewerbesteuer fällt bei beiden an, sobald gewerblich gearbeitet wird. Der Unterschied steckt im Freibetrag: 24.500 € Gewerbeertrag bleiben bei der GbR frei, einmal je Gesellschaft. Die GmbH bekommt diesen Freibetrag nicht. Eine rein freiberufliche GbR zahlt gar keine Gewerbesteuer.
Vergleichstabelle GbR und GmbH
Diese GbR Vor- und Nachteile Tabelle stellt beide Gesellschaftsformen Zeile für Zeile nebeneinander. Sie ersetzt keine Beratung, zeigt aber, wo die Wege auseinandergehen:
| Kriterium | GbR | GmbH |
|---|---|---|
| Gründungsaufwand | formlos, ab zwei Personen | Notar und Handelsregister |
| Mindestkapital | keines | 25.000 € |
| Haftung | persönlich und gesamtschuldnerisch | nur das Gesellschaftsvermögen |
| Buchführung | Einnahmen-Überschuss-Rechnung | doppelte Buchführung, Jahresabschluss |
| Gewinnsteuer | Einkommensteuer der Gesellschafter:innen | Körperschaftsteuer 15,825 % |
| Gewerbesteuer-Freibetrag | 24.500 € | keiner |
| Außenwirkung | Namen der Gesellschafter:innen | freier Firmenname im Register |
| Passt zu | kleinen Dienstleistungen und Nebenprojekten | Haftungsrisiko, Investoren, großen Aufträgen |
Zwei Zeilen tragen die Entscheidung. Die Haftung sagt, wie viel privat auf dem Spiel steht. Das Mindestkapital sagt, wie viel Geld vor dem ersten Auftrag gebunden ist. Alles darunter folgt daraus. Die Buchführung wächst mit der Rechtsform, die Steuerlast verschiebt sich von der Person auf die Gesellschaft, und der Name gewinnt an Gewicht.
Wann die GbR reicht und wann die GmbH sinnvoll ist
Die GbR reicht, solange das Risiko überschaubar bleibt. Zwei Designerinnen mit Laptop und Software, ein Team aus Coaches, eine Handvoll Projekte im Jahr. Da schützt eine Betriebshaftpflicht mehr als eine Rechtsform, und der Verwaltungsaufwand bleibt niedrig.
Die Gründe für eine GmbH werden mit der Auftragsgröße stärker. Wer Ware einkauft, Personal beschäftigt oder Bauleistungen erbringt, arbeitet mit Summen, die keine private Absicherung mehr trägt. Auch Investoren steigen fast nur bei Kapitalgesellschaften ein, denn Anteile lassen sich dort übertragen. Und manche Auftraggeber setzen die Rechtsform voraus.
Bleibt die Kostenfrage. Bei GmbH gründen Kosten 2 Personen kommen zum Stammkapital von 25.000 € noch Notar und Register hinzu, meist 700 bis 1.500 €. Stemmst du das zu früh, bindest du Geld, das im Betrieb fehlt. Deshalb starten viele Teams als GbR und wechseln später.
Wechsel von der GbR zur GmbH
Der Weg von der GbR zu einer GmbH ist eingeübt. Es gibt zwei Varianten. Bei der Sachgründung wird der Betrieb der GbR als Sacheinlage in die neue GmbH eingebracht, bewertet durch einen Sachgründungsbericht. Bei der Bargründung entsteht die GmbH mit Geld, und das Geschäft wandert per Vertrag hinüber.
In beiden Fällen gilt: Notar, Stammkapital, Handelsregister. Verträge mit Kund:innen, Lieferanten und Vermietern werden übertragen, dafür braucht es deren Zustimmung. Das Geschäftskonto läuft künftig auf die Gesellschaft. Der umgekehrte Schritt, die Umwandlung der GmbH in eine GbR, kommt selten vor und läuft über die Liquidation.
Kurz gesagt: Die GbR ist der günstige Einstieg, die GmbH die Antwort auf Risiko und Wachstum. Ein Wechsel von der GbR in eine GmbH ist jederzeit möglich, also ist die erste Wahl keine Einbahnstraße.
GbR gründen: die Schritte
Bei der Gründung einer GbR entstehen Kosten fast nur an einer Stelle, dem Gewerbeamt. Der Rest ist Organisation. Diese fünf Schritte bringen eine GbR vom Gespräch in den Betrieb:
In fünf Schritten zur arbeitsfähigen GbR
Klärt, was die Gesellschaft macht, wer was einbringt und wie der Gewinn verteilt wird. Ohne Absprache gilt die gesetzliche Verteilung.
Pflicht ist die Schriftform nicht, sinnvoll aber fast immer. Sie macht Beiträge, Stimmrechte und den Ausstieg nachvollziehbar.
Jede gewerblich tätige Person meldet sich beim Gewerbeamt an, je nach Gemeinde für 20 bis 60 €. Freie Berufe überspringen diesen Schritt.
Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung läuft über ELSTER. Danach kommt die Steuernummer, und erst damit sind korrekte Rechnungen möglich.
Ein gemeinsames Konto trennt die Firmenfinanzen von den privaten und hält die Einnahmen-Überschuss-Rechnung sauber.

Gesellschaftsvertrag: was hineingehört
Ein GbR-Vertrag darf mündlich geschlossen werden. Schriftlich ist er trotzdem die bessere Idee, weil er im Zweifel die Beweislage klärt. Ohne eigene Regelung greift das Gesetz, und das verteilt Gewinne nach Köpfen statt nach Einsatz. Ein Muster aus dem Netz ist ein brauchbarer Anfang, ersetzt dir aber keine Abstimmung im Team. Diese Punkte gehören hinein:
Besonders die letzte Zeile lohnt Aufmerksamkeit. Seit der Reform von 2024 löst das Ausscheiden einer Person die Gesellschaft nicht mehr automatisch auf, die übrigen führen sie fort. Was mit dem Anteil passiert, regelt der Vertrag.
eGbR: Eintragung im Gesellschaftsregister
Seit 2024 gibt es das Gesellschaftsregister. Eine GbR darf sich dort eintragen lassen und heißt danach eGbR. Freiwillig ist dieser Schritt im Grundsatz, faktisch aber nicht immer. Für Grundstücksgeschäfte verlangt § 47 Abs. 2 GBO die Voreintragung, und dasselbe gilt, wenn eine GbR Anteile an einer GmbH halten soll.
Die Eintragung bringt Vorteile mit. Der Name wird geschützt, die Vertretungsbefugnis ist öffentlich nachlesbar, und Geschäftspartner sehen auf einen Blick, wer unterschreiben darf. Der Preis dafür: notarielle Anmeldung, Registergebühren und die Pflicht, Änderungen künftig nachzumelden. Bietest du nur Dienstleistungen an, brauchst du das meist nicht.
Geschäftskonto für GbR und GmbH
Eine Pflicht zum Geschäftskonto gibt es für die GbR nicht, in der Praxis ist es trotzdem der erste Schritt nach der Anmeldung. Geteilte Finanzen brauchen eine eigene Adresse. Laufen Einnahmen, Ausgaben und Entnahmen über ein gemeinsames Konto, hast du die Einnahmen-Überschuss-Rechnung am Jahresende in Minuten erledigt. Bei der GmbH ist das Konto ohnehin gesetzt, denn das Stammkapital muss nachweislich eingezahlt werden.
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Fazit: GbR für den einfachen Start, GmbH für den Schutz
GbR und GmbH lösen zwei verschiedene Aufgaben. Die GbR bringt zwei oder mehr Menschen in Tagen an den Start, ohne Kapital und ohne Notar. Die GmbH zieht eine Linie zwischen Firma und Privatvermögen und kostet dafür Geld, Zeit und laufende Verwaltung.
Die nützlichste Prüfung ist eine Frage: Welche Auftragssummen bewegt dein Vorhaben? Bleiben sie im Bereich einer Betriebshaftpflicht, passt die GbR. Wachsen sie darüber hinaus, ist die GmbH die ruhigere Wahl. Und weil der Wechsel dir jederzeit offensteht, ist die erste Entscheidung keine für immer.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist eine GbR einfach erklärt?
Eine GbR ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei Personen, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen. Sie entsteht durch die Zusammenarbeit selbst, oft ganz ohne Vertrag. Ein Mindestkapital verlangt sie nicht, einen Notar auch nicht. Geregelt ist sie in den §§ 705 ff. BGB, und seit 2024 gilt sie ausdrücklich als rechtsfähig.Was ist der Nachteil einer GbR?
Die Haftung. Nach § 721 BGB stehen alle Gesellschafter:innen persönlich und als Gesamtschuldner für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft ein, mit dem Privatvermögen und unabhängig vom eigenen Anteil. Abbedingen lässt sich das nicht. Abfedern schon, über eine Betriebshaftpflicht und klare Regeln im Gesellschaftsvertrag.Hat eine GbR steuerliche Vorteile?
Die Vorteile einer GbR bei den Steuern sind real. Körperschaftsteuer fällt nicht an, denn der Gewinn wird direkt bei den Gesellschafter:innen versteuert. Beim Gewerbeertrag bleiben 24.500 € im Jahr frei, ein Freibetrag, den eine GmbH nicht bekommt. Bei hohen Gewinnen kehrt sich das um, weil der Einkommensteuersatz mit dem Einkommen steigt.Für wen ist eine GbR geeignet?
Für dich und mindestens eine weitere Person, wenn ihr ein kleines bis mittleres Dienstleistungsgeschäft mit überschaubarem Haftungsrisiko aufbaut. Typisch sind Agenturen, Praxisgemeinschaften, Handwerksteams und Nebenprojekte. Wer allein startet, gründet ein Einzelunternehmen, denn eine GbR braucht mindestens zwei Beteiligte.Warum ist eine GbR keine Firma?
Firma ist im HGB der Handelsname eines Kaufmanns im Handelsregister. Die GbR steht dort nicht, also führt sie auch keine Firma in diesem Sinne. Im Geschäftsverkehr treten die Gesellschafter:innen mit Vor- und Nachnamen plus dem Zusatz GbR auf. Eine zusätzliche Geschäftsbezeichnung ist erlaubt, ersetzt die Namen aber nicht.Was ist der Unterschied zwischen GbR und eGbR?
Die eGbR ist eine GbR, die im Gesellschaftsregister eingetragen ist. Rechtsform und Haftung bleiben gleich. Neu sind der geschützte Name, die öffentlich einsehbare Vertretungsbefugnis und die Pflicht, Änderungen nachzumelden. Für Grundstücksgeschäfte und für GmbH-Anteile ist die Eintragung Voraussetzung.Kann eine GbR in eine GmbH umgewandelt werden?
Ja, und der Weg ist eingeübt. Der Betrieb wird entweder als Sacheinlage in die neue GmbH eingebracht oder die GmbH wird mit Geld gegründet und übernimmt das Geschäft per Vertrag. Nötig sind in beiden Fällen Notar, Stammkapital und der Handelsregistereintrag. Die Kosten liegen meist bei 700 bis 1.500 € zuzüglich der 25.000 € Stammkapital.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar. Vor der Wahl der Rechtsform solltest du deinen Fall mit einem Notariat und einer Steuerberatung besprechen.






