Handwerkersoftware für Kleinbetriebe

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Handwerkersoftware für Kleinbetriebe: Büro und Baustelle in einem System
Vivid Redaktion

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Was sie übernimmt: Angebot, Auftrag, Zeiten, Aufmaß und Rechnung laufen in einem System statt auf vier Zetteln.
  • Was sie kostet: Cloud-Abos rechnen pro Nutzer und Monat ab, ERP-Systeme nennen einen Preis erst nach dem Gespräch.
  • Wo sie aufhört: Die Software rechnet den Auftrag. Das Geld und die Rücklagen liegen auf dem Konto.

Der Betrieb läuft, die Zettel nicht. Angebote im Mailpostfach, Stunden auf dem Block im Auto, Aufmaß im Kopf und die Rechnung Freitagabend am Küchentisch. Genau an dieser Stelle kommt bei den meisten die Frage nach einer Handwerkersoftware für Kleinbetriebe auf, und zwar selten aus Begeisterung für Software, sondern weil das Büro sonst den Feierabend frisst.

Dieser Leitfaden ordnet das Feld: welche Aufgaben so ein Programm abnimmt, was es im Monat kostet und woran sich die Auswahl am Ende entscheidet. Eine Rangliste steht hier nicht.

Was ein kleiner Betrieb wirklich braucht

Eine Software für den Handwerksbetrieb ist selten nur ein Rechnungsprogramm. Sie hängt die Vorgänge aneinander, die im Alltag ohnehin zusammengehören, und genau daran entscheidet sich, ob ein Handwerkerprogramm Bürozeit spart oder nur verschiebt. Ein vollständiges Handwerkersoftware-Programm nimmt die Kette komplett, eine schlanke Branchensoftware fürs Handwerk deckt die Hälfte ab und lässt den Rest beim Steuerberater.

Kalkulation und Angebot: Material, Stunden, Aufschlag, dazu Aufmaß und Stücklisten.
Auftragsverwaltung und Projektverwaltung, aus denen die Einsatzplanung über eine digitale Plantafel läuft.
Mobile Zeiterfassung auf der Baustelle, dazu Baustellendokumentation und Bautagebuch mit Fotos.
Rechnung und Mahnwesen: E-Rechnung im Format ZUGFeRD, Mahn- und Zahlwesen, auf Wunsch die Finanzbuchhaltung im selben System.
Lagerverwaltung und Materialwirtschaft, bei größeren Häusern dazu Service- und Wartungsmanagement.
Nachkalkulation am Ende: hat der Auftrag eingebracht, was das Angebot versprochen hat?

Nicht jedes Handwerker-Programm deckt alle sechs Punkte ab, und für eine Handwerkersoftware für kleine Betriebe muss es das auch nicht. Wichtig ist, dass die vier Vorgänge drin sind, die heute die meiste Bürozeit kosten.

App für die Baustelle

Die Handwerker-App ist für kleine Betriebe oft der eigentliche Grund, überhaupt anzufangen. Stunden werden erfasst, wo sie anfallen, Fotos hängen am Auftrag statt in der Kamerarolle, der Kunde unterschreibt auf dem Tablet. Ein Detail, das auf den Preisseiten gern untergeht: Bei einer Cloud-Lösung zählt eine Handwerkersoftware-App meist als eigene Lizenz.

Cloud oder lokale Installation

Die Entscheidung fällt über die Prozesstiefe, nicht über die Technik. Eine Handwerkersoftware aus der Cloud läuft im Browser und auf dem Handy, Updates sind drin, abgerechnet wird pro Nutzer und Monat. Ein ERP steht dem gegenüber: mehr Funktionsumfang, Lohn und Warenwirtschaft im selben System, Einführung mit Beratung, Preis auf Anfrage. Das Feld teilt sich ziemlich genau auf diese beiden Wege auf.

Zwischenfazit: Cloud-Abo pro Nutzer auf der einen Seite, ERP mit Angebot auf Anfrage auf der anderen. Was beide nicht abdecken, ist die Zahlung selbst.

Was die Software im Monat kostet

Bei Handwerkersoftware-Preisen lohnt der zweite Blick, denn der Grundpreis ist selten der Endpreis. Drei Rechenwege stehen nebeneinander: Abrechnung pro Nutzer und Monat ab rund 15 €, Pakete nach Kopfzahl ab rund 60 €, und die Mischform aus Paket plus Zusatznutzer, bei der ein weiterer Büro-Nutzer 49,90 € kostet und ein mobiler Nutzer 19,90 €. Genau hier entscheidet sich, welches Modell für eine Handwerkersoftware für Kleinbetriebe günstiger ausfällt, denn Bürolizenz und mobile Lizenz liegen weit auseinander. Dazu kommt der modulare Aufbau: Zusatzmodule für Lager, Wartung oder Lohn werden je Lizenz pro Nutzer berechnet und stehen selten im Grundpreis.

Testphasen und Mindestlaufzeit

Eine vollwertige Handwerkersoftware kostenlos und dauerhaft gibt es in diesem Markt nicht. Was es gibt, sind Testphasen von einer bis vier Wochen; bei einem ERP führt der Weg stattdessen über einen Demo-Termin. Klein gedruckt steht meist die Mindestlaufzeit, oft 12 Monate, und der beworbene Preis gilt meist nur bei jährlicher Vorauszahlung. Eine kostenlose Testphase beantwortet zuverlässig, wie sich das Programm bedient, nicht aber, was Support, Schulung und Onboarding am Ende kosten. Im Gespräch lohnen sich deshalb beide Zahlen, nicht nur die aus dem Preisrechner.

Gewerkeneutral oder Branchenpaket

Manche Pakete sind auf einzelne Gewerke zugeschnitten, von Elektro und SHK über Kälte und Klima bis Bedachung, Maler und Bauhandwerk. Die andere Hälfte des Feldes bleibt gewerkeneutral und bildet das Gewerk über Vorlagen und den Artikelstamm ab. Als Faustregel: je fester der Leistungskatalog, desto eher lohnt das Branchenpaket; je bunter die Kundschaft, desto besser fährt die gewerkeneutrale Variante.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Bedarf aufschreiben: Welche vier Vorgänge kosten heute die meiste Bürozeit?
Kreis eingrenzen: Cloud-Abo oder ERP, gewerkeneutral oder Branchenpaket. Zwei bis drei Kandidaten genügen.
Demo mit eigenen Daten fahren, nicht mit dem Musterbetrieb aus der Demo.
Vier Zahlen erfragen: Preis je Lizenzart, Mindestlaufzeit, Kosten der Einrichtung, Kosten der Datenübernahme.

Schnittstellen zur Buchhaltung

Am Ende der Kette steht die Steuerberatung. Das gemeinsame Format heißt DATEV-Schnittstelle oder Belegexport, die Anforderung heißt GoBD-Konformität, auf der Ausgangsseite stehen E-Rechnung und ZUGFeRD. Cloud-Lösungen führen das als Ausstattung, ERP-Systeme haben Finanzbuchhaltung sowie Mahn- und Zahlwesen im eigenen Haus. Wer mit Ausschreibungen arbeitet, fragt zusätzlich nach GAEB-Datenaustausch und nach Schnittstellen zu Drittsystemen über eine API. Die Gegenseite dieser Schnittstelle ist das Konto, weshalb sich ein Blick auf die Buchhaltung auf der Kontoseite lohnt.

Handwerkersoftware für Kleinbetriebe im Überblick

Sieben Anbieter, alphabetisch sortiert, ohne Note und ohne Platzierung. Die Preise sind Nettopreise bei der jeweils günstigsten Zahlweise.

Craftnote

Craftnote: Cloud-Lösung für projektbezogene Zusammenarbeit und Zeiterfassung, modular ab 14,90 € pro Nutzer und Monat, Angebote und Rechnungen ab Büro Plus.

HERO Software

HERO Software: Cloud-Lösung aus Hannover, Standard-Lizenz aktuell 59 € statt regulär 69 € pro Monat bei Jahresvertrag, mit KI-Funktionen für Angebot und Beleg.

pds

pds: ERP für Handwerk und Baugewerbe mit Wartungsmanagement, Lagerverwaltung sowie Mahn- und Zahlwesen, ausgelegt auf alle Gewerke, Preise auf Anfrage.

plancraft

plancraft: Cloud-Lösung aus Hamburg ab 59,90 € pro Monat bei jährlicher Vorauszahlung, Einstiegspaket für Einzelunternehmen, Plantafel und Zusatznutzer separat.

STREIT

STREIT: ERP mit Büro- und Baustellen-Apps und integrierter Buchhaltung, zugeschnitten auf Elektro, SHK, Kälte und Klima sowie Bedachung, Preise auf Anfrage.

TAIFUN

TAIFUN: ERP in zwei Linien nach Betriebsgröße, mit Zusatzmodulen je Gewerk, von Sanitär und Heizung über Elektro und Maler bis Dachdecker und Bauhandwerk.

ToolTime

ToolTime: Cloud-Lösung mit Paketen nach Mitarbeiterzahl ab 79 € pro Monat, DATEV-Schnittstelle inklusive, Mindestlaufzeit 12 Monate.

Vom Auftrag zum Zahlungseingang

Die Software rechnet das Objekt und den Auftrag. Das Geld liegt woanders. Ein Geschäftskonto für kleine Betriebe lässt sich bei Vivid in beliebig viele Konten aufteilen, jedes mit eigener deutscher IBAN, und das schon ab 0 € im Monat. Für einen Betrieb mit Saison heißt das: Umsatzsteuer, Materialeinkauf und Winterrücklage liegen getrennt statt vermischt auf einem Konto.

Unterkonten mit eigener IBAN trennen Umsatzsteuer und Materialeinkauf, bevor die Rechnung überhaupt geschrieben ist. Eröffnet wird online, offen auch für eine GmbH und eine UG, mit unbegrenzten SEPA-Überweisungen ohne Stückpreis, und DATEV-Schnittstelle plus Belegupload schließen an die Software von oben an.

Fazit zum Zusammenspiel: Software und Konto lösen zwei verschiedene Aufgaben. Die Naht zwischen ihnen ist der Export an die Buchhaltung, und genau dort sollte beides zusammenpassen.

Fazit: Was für kleine Betriebe passt

Ein Solo-Betrieb mit wenig Bürozeit fährt mit einem schlanken Cloud-Abo am besten, abgerechnet pro Nutzer. Wächst ein Baustellenteam mit, zählt vor allem die mobile Lizenz und ihr Preis. Ein etablierter Betrieb mit Lager und Wartungsverträgen landet bei einem ERP, und dort entscheidet die Einführung, nicht der Listenpreis. Eine Handwerkersoftware für Kleinbetriebe ist am Ende die, die den Auftrag rechnet. Bezahlt wird er über das Konto.

Ein Konto, das mitwächst

Ab 0 € im Monat, unbegrenzt viele Konten mit eigener deutscher IBAN und DATEV-Schnittstelle. Online eröffnet, auch für GmbH und UG.

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Häufig gestellte Fragen

  • Was kostet eine Handwerkersoftware?

    Cloud-Lösungen starten pro Nutzer und Monat im niedrigen zweistelligen Bereich oder als Paket zwischen 59,90 € und 79 €, jeweils netto und meist bei jährlicher Zahlung. ERP-Systeme nennen keinen Listenpreis; dort führt der Weg über einen Demo-Termin.
  • Dauerhaft ohne Grundgebühr gibt es keine vollwertige Lösung. Eine Handwerkersoftware kostenlos zu nutzen geht nur im Testzeitraum, der zwischen einer und vier Wochen liegt.
  • Für Solo- und Kleinbetriebe rechnet sich meist ein Cloud-Abo mit Abrechnung pro Nutzer, weil keine Einführung bezahlt wird. Software für kleine Handwerksbetriebe steht in der alphabetischen Liste oben, jeweils mit Modell und Preisbasis.
  • Das entscheidet die Prozesstiefe. Eine Handwerkersoftware-Cloud passt, wenn der Zugriff von der Baustelle zählt. Ein ERP passt, wenn Lohn, Lager und Wartungsverträge in dasselbe System gehören.
  • Eine Handwerker-App gehört in dieser Kategorie zum Standard. Zeiterfassung, Fotodokumentation und Unterschrift laufen darüber. Bei einer Cloud-Lösung zählt die Handwerkersoftware-App allerdings oft als eigene Lizenz.

Angaben zu Funktionen und Preisen der genannten Programme können sich ändern. Die aktuellen Konditionen stehen jeweils auf der Herstellerseite.

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