Das Wichtigste in Kürze:
- Vier Tarife, eine App: bunq ist eine niederländische Bank mit deutscher Niederlassung und führt das bunq Geschäftskonto ausschließlich mobil. Free Business kostet 0 €, Core Business 7,99 €, Pro Business 13,99 € und Elite Business 23,99 € im Monat, mit 3, 5, 25 und 25 Konten inklusive, jedes mit eigener IBAN. Deutsche Kund:innen bekommen eine deutsche IBAN. Der 0-Euro-Tarif steht laut bunq allerdings nur Freiberufler:innen und Einzelunternehmen offen.
- Was die Rechnung wirklich macht: die Tarifseiten werben mit 100, 250 oder 500 kostenlosen Echtzeit-Transaktionen und nennen keinen Zeitraum. Die Entgeltinformation mit Stand 03.08.2026 nennt ihn: pro Jahr. Jede weitere Zahlung kostet 0,13 €, im Free-Tarif jede von der ersten an, und Lastschriften laufen auf allen vier Business-Tarifen ebenfalls über den Stückpreis.
- Vivid als Alternative: 0 € im Monat im Tarif Free Start, offen für alle Rechtsformen inklusive GmbH und UG, SEPA-Überweisungen ohne Stückpreis, beliebig viele Konten mit eigener deutscher IBAN und Geldanlage direkt aus dem Geschäftskonto.
Viele kommen zum bunq Geschäftskonto über die private App. Die läuft schon auf dem Handy, das Konto ist in fünf Minuten beantragt, und der Gedanke liegt nahe, das Geschäftliche gleich mitzunehmen. Bevor du das tust, lohnt sich eine einzige Zahl: wie viele Zahlungen im Monat über das Konto laufen. Bei bunq entscheidet nämlich nicht der Grundpreis, wie teuer das Konto wird, sondern der Zähler dahinter, und der steht nicht auf der Tarifseite, sondern in der Entgeltinformation.
Dieser Artikel behandelt das Geschäftskonto von bunq, nicht das private Konto, über das die meisten Testberichte schreiben. Alle Zahlen sind im August 2026 aus zwei Quellen gelesen: den offiziellen Tarifseiten und der Entgeltinformation für Privatkunden und Geschäftskunden mit Stand 03.08.2026. Das ist nötiger, als es klingt. Ein Teil der Seiten, die zu diesem Thema ranken, beschreibt noch die abgelöste Tariflinie mit den Namen Easy Bank, Easy Bank Pro Business und Easy Bank Pro XL.
Was ist das bunq Geschäftskonto?
Wer bei bunq ein Geschäftskonto eröffnen kann
Die Frage nach der Rechtsform beantwortet bunq im eigenen Hilfecenter mit einer Liste. Für Deutschland akzeptiert die Bank Eingetragene Kaufleute, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die UG (haftungsbeschränkt), Freiberufler:innen, Gewerbetreibende, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Einzelunternehmen und teilrechtsfähige Verbände. Eine GmbH kann also ein bunq Firmenkonto führen, eine GbR auch. AG, KG und OHG stehen auf dieser Liste nicht.
Die Voraussetzungen daneben sind kürzer, haben aber eine Überraschung. Du brauchst zuerst ein verifiziertes Privatkonto bei bunq, und zwar für jedes Geschäftsabo, weil die Bank wissen muss, wer hinter den Zahlungen steht. Dazu kommen: volljährige Geschäftsführung, ein in Deutschland registriertes Unternehmen, dauerhafter Wohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum und ein Geschäftskonto pro juristischer Person. Anträge mit wirtschaftlich Berechtigten außerhalb des EWR lehnt bunq ab. Wenn du also ein bunq Geschäftskonto eröffnen willst, beginnt der Weg beim Privatkonto.
Ein kostenloses Geschäftskonto gibt es bei bunq, der Tarif ist aber enger gefasst, als der Name vermuten lässt. bunq schreibt im eigenen FAQ, das Free-Business-Abo gebe es „nur für Freelancer“, und verweist alle anderen Rechtsformen auf Core, Pro oder Elite. Die zweite Hälfte dieser Einschränkung steht in der Entgeltinformation: im Free-Tarif ist nur eine Geschäftsführung möglich. Die bezahlten Tarife enthalten die ersten drei, jede weitere kostet 5,99 € im Monat. Für ein bunq Business Konto mit zwei Gesellschaftern ist der Gratistarif damit raus.
Wer hinter bunq steht
Hinter der App steht die bunq B.V. mit Sitz am Basisweg 32 in Amsterdam, eingetragen bei der Kamer van Koophandel unter 54992060 und in Deutschland beim Oberlandesgericht München unter HRB 293822. Ob bunq seriös ist, lässt sich damit an Registern statt an Bewertungen prüfen. Beaufsichtigt wird die Bank von der niederländischen Zentralbank De Nederlandsche Bank und von der BaFin, sie hat eine eigene Lizenz, und die Einlagen fallen unter die niederländische Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kontoinhaber. Das ist der Rahmen, nicht das Verkaufsargument.
Praktisch wichtiger ist die IBAN. Das Hilfecenter formuliert es unmissverständlich: wer das Konto in Deutschland eröffnet, erhält eine DE-IBAN. Die Frage nach der bunq deutschen IBAN ist damit geklärt, und sie war es nicht immer, weil bunq früher niederländische Kontonummern vergeben hat. Lokale IBANs gibt es inzwischen für die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Italien und Irland. Kunden aus Deutschland zahlen also auf ein deutsches Konto ein, ohne Rückfragen der Buchhaltung.
Was das bunq Geschäftskonto kostet
Die vier Tarife im Preisvergleich
Die Kosten des bunq Geschäftskontos bestehen aus zwei Teilen: der Kontoführungsgebühr und dem Zahlungsverkehr. Im englischen Auftritt läuft dasselbe Produkt als bunq Business Account. Der Grundpreis kauft zwei Dinge: Konten und Freibeträge. Free Business bringt drei Konten mit, Core Business fünf, Pro und Elite Business jeweils 25, und jedes dieser Konten hat eine eigene IBAN. Angelegt sind sie in Sekunden, direkt in der App, und du kannst sie als Euro-Konten oder als Fremdwährungskonten führen. Wer mehr braucht, zahlt 21 € im Monat je 25 zusätzliche Konten.
Jedes Abo lässt sich 30 Tage kostenlos testen und jederzeit kündigen. Das ist bei einem Konto, dessen Preislogik am eigenen Zahlungsverhalten hängt, mehr als eine Marketingzeile: ein Monat reicht, um die eigenen Buchungen zu zählen.
| Tarif | Preis im Monat | Konten mit eigener IBAN | Freie Transaktionen | Karten inklusive | Reicht für |
|---|---|---|---|---|---|
| Free Business | 0 € | 3 | keine, 0,13 € je Transaktion | 1 virtuelle Karte | Freiberufler und Einzelunternehmen mit wenigen Zahlungen |
| Core Business | 7,99 € | 5 | 100 pro Jahr | 1 Karte plus digitale Karte | Selbstständige mit regelmäßigen Zahlungen |
| Pro Business | 13,99 € | 25 | 250 pro Jahr | bis 3 Karten plus bis 3 Firmenkarten | Teams mit Firmenkarten und Automatisierung |
| Elite Business | 23,99 € | 25 | 500 pro Jahr | bis 3 Karten plus bis 10 Firmenkarten | international arbeitende Unternehmen |
Diese Tabelle zeigt das Abo, nicht die Rechnung. Zwei Zeilen bewegen sie bei einem Geschäftskonto stärker als der Grundpreis, und beide stehen nicht auf der Tarifseite: jede Zahlung jenseits des Freibetrags und jede Lastschrift.
Was der Grundpreis nicht abdeckt
Auf den Tarifseiten steht „100 kostenlose Echtzeit-Transaktionen“ bei Core, „250“ bei Pro, „500“ bei Elite. Ein Zeitraum fehlt an dieser Stelle. In der Entgeltinformation für Privatkunden und Geschäftskunden mit Stand 03.08.2026 steht er: „100 Transaktionen gebührenfrei pro Jahr, danach 0,13 € pro Transaktion“. Pro Jahr, nicht pro Monat. Bei Pro Business sind es 250 pro Jahr, bei Elite Business 500, und bei Free Business gibt es keinen Freibetrag, dort kostet die erste Zahlung schon 0,13 €.
Rechne es einmal durch, dann trägt die Zahl. Jede Echtzeitüberweisung zählt gegen den Freibetrag, und damit hängen die Kosten des bunq Geschäftskontos an deinem Rechnungsrhythmus. 100 Transaktionen im Jahr sind rund acht im Monat, und die Zeile zählt nicht nur, was du überweist: sie umfasst gesendete und empfangene Echtzeitzahlungen sowie Zahlungsanfragen. Wer wöchentlich Rechnungen stellt und bezahlt wird, ist im Frühjahr durch. Bemerkenswert ist der Vergleich innerhalb desselben Dokuments: auf allen privaten bunq-Tarifen lautet dieselbe Zeile „kostenlos“. Der Stückpreis ist also eine Eigenschaft der Geschäftstarife, nicht der Bank.
Neben den Überweisungen führt die Entgeltinformation eine Reihe weiterer Posten, die im Geschäftsalltag anfallen und im Privatkonto nichts kosten:
Für eine Freiberuflerin mit fünf Rechnungen im Monat fällt das kaum auf. Anders sieht es aus, sobald ein Betrieb wöchentlich fakturiert, Miete und Leasing per Lastschrift bezahlt und Belege an jede Buchung hängt. Dann summieren sich Cent-Beträge zu einer Position, die im Tarifvergleich nirgends auftaucht.
Zwischenfazit: Das Abo kostet bei bunq zwischen 0 € und 23,99 € im Monat, und das ist der berechenbare Teil. Der Freibetrag für Zahlungen läuft pro Jahr, nicht pro Monat, danach kostet jede Bewegung 0,13 €, Lastschriften ab der ersten. Ein Konto mit unbegrenzten SEPA-Überweisungen kennt diese Rechnung nicht: bei Vivid sind sie im Tarif Free Start für 0 € im Monat enthalten, ohne Stückpreis und ohne Jahreszähler.
Leistungen im bunq Geschäftskonto
Konten und IBANs
Die Konten sind bei bunq das Budget-Werkzeug. Du legst sie in Sekunden an, gibst jedem einen Zweck, und jedes bekommt eine eigene IBAN: Rücklage für die Umsatzsteuer, Gehälter, ein Projekt, ein Fremdwährungssaldo. Free Business erlaubt drei davon, Core Business fünf, Pro und Elite Business je 25. Kombinieren lässt sich das frei, Euro-Konten und Fremdwährungskonten zählen gegen dasselbe Limit.
Genau hier liegt die Grenze der beiden günstigen Tarife. Wer nach Steuer, Projekt und Gehalt trennt, hat drei Konten schnell belegt, und das vierte kostet einen Tarifwechsel. Erst ab dem Tarif Pro reicht die Zahl so weit, dass sie im Alltag nicht mehr auffällt.
Karten und Firmenkarten
bunq gibt Mastercards aus, physisch und virtuell. Im Free-Tarif ist es eine virtuelle Karte, eine physische gibt es dort nicht. Core Business enthält eine physische Karte plus eine digitale, laut bunq als Mastercard Debitkarte oder Kreditkarte, Pro und Elite Business jeweils eine Kombination aus bis zu drei Karten und dazu bis zu 25 virtuelle Karten. Apple Pay und Google Pay sind auf allen Tarifen kostenlos, eine Metal Card kostet 99 €. Für das Team kommen die Firmenkarten dazu: bis zu drei bei Pro Business, bis zu zehn bei Elite Business, jede weitere Firmenkarte für Mitarbeitende kostet 3,49 € im Monat, plus 9,99 € einmalig, wenn eine physische Karte über das Kontingent hinaus bestellt wird.
Ein Detail lohnt die Klarstellung, weil bunq die Karten als Kreditkarten führt. Im eigenen FAQ steht, die Unternehmenskarten seien Prepaid und hätten keinen Kreditrahmen, weshalb auch keine Bonitätsprüfung nötig ist. Du lädst Guthaben und gibst aus, was da ist. Wer bunq Karten mit einer klassischen Firmenkreditkarte samt Zahlungsziel gleichsetzt, erwartet also etwas anderes, als das Produkt liefert. Und noch eine Zeile aus der Entgeltinformation gehört hierher: Ausgabenlimits für Konten und Karten sind bei Free und Core mit N/A hinterlegt und erscheinen erst im Tarif Pro.
Bargeld abheben und einzahlen
bunq hat keine eigenen Filialen, und Bargeld läuft deshalb über Partner. Einzahlen kannst du in Partnergeschäften in Deutschland, den Niederlanden und Österreich über via cash, Barzahlen oder Paysafe Cash. Der Preis dafür: 2,5 % des eingezahlten Betrags, die ersten 100 € im Monat kostenfrei. Im Free-Tarif ist diese Funktion nicht vorgesehen.
Geld abheben am Geldautomaten staffelt bunq nach Tarif. Pro und Elite Business haben die ersten sechs Abhebungen im Monat frei, die fünf danach kosten je 0,99 €, jede weitere 2,99 €. Core Business zahlt für die ersten fünf je 0,99 € und danach 2,99 €, Free Business 2,99 € pro Abhebung. Das tägliche Limit am Automaten liegt für Geschäftskonten bei 1.000 € pro Karte. Für einen Betrieb, der abends Scheine in den Tresor legt, ist das eine Rechnung mit Vorzeichen.
Fremdwährungen und Auslandszahlungen
Fremdwährungskonten in über 20 Währungen gehören zum Konto, das Eröffnen kostet auf jedem Tarif nichts. Zahlungen kannst du in mehr als 40 Währungen senden, und die Gebühr siehst du vor dem Bestätigen. Ein Fremdwährungskonto zu eröffnen kostet auf keinem Tarif etwas. Umgetauscht wird zum Kurs von The Currency Cloud, zuzüglich 0,5 % Wechselkurs-Risiko; bei Kartenzahlungen gilt ein echter Wechselkurs von Mastercard auf derselben Basis.
Der Free-Tarif hat auch hier eine Grenze. Der echte Kurs gilt dort für 1.000 € im Jahr, danach kommt ein Aufschlag auf jede Fremdwährungszahlung hinzu. Wie hoch er ausfällt, lassen wir offen: die Website und die Entgeltinformation nennen an dieser Stelle unterschiedliche Prozentsätze, und eine Zahl, die sich in zwei eigenen Quellen des Anbieters widerspricht, gehört nicht in einen Vergleich. Eingehende SWIFT-Zahlungen kosten auf allen Tarifen 5 € pro Zahlung.
Buchhaltung, DATEV und Schnittstellen
Für die Buchhaltung bringt bunq eine DATEV-Anbindung mit, die über den HBCI-Zugriff mit finAPI eingerichtet wird, dazu über 50 weitere Integrationen von Lexware und ADDISON über BuchhaltungsButler und easybill bis Sage und Oracle NetSuite. Kontoauszüge und Transaktionsexporte sind auf jedem Tarif kostenlos. Der automatische Auszug an die Steuerberatung, die Belegdigitalisierung, der Rechnungsscan, Zapier und die API kommen ab Pro Business.
Eine Funktion fehlt in beiden Quellen, und sie ist für Abo-Geschäfte relevant. Entgeltinformation und Hilfecenter beschreiben Lastschriften ausschließlich aus der Zahlerseite: du nimmst ein Mandat an oder lehnst es ab, auch bei B2B-Mandaten. Ein eigener Lastschrifteinzug, mit dem du wiederkehrende Rechnungen bei deinen Kund:innen abbuchst, ist dort nicht dokumentiert. Wer sein Geschäft darauf aufbaut, sollte das vor der Eröffnung beim Anbieter klären.
Business-Sparkonto und Zinsen
Rücklagen kannst du bei bunq auf ein Business-Sparkonto legen. Der Zinssatz beträgt 0,75 % pro Jahr variabel auf Euro-Guthaben und 2,30 % pro Jahr auf USD und GBP, ausgezahlt wird wöchentlich. Verzinst werden die ersten 100.000 € je Währung. Abheben kannst du bis zu drei Mal im Monat, im ersten Jahr zwei Mal. Eine Zeile von bunqs eigener Seite gehört daneben: Sparkonten in Fremdwährung sind nicht durch das Einlagensicherungssystem geschützt und unterliegen Wertschwankungen.
Beim Anlegen endet das Geschäftskonto. Die Zeile „Investiere dein Geld mühelos in Aktien“ ist in der Entgeltinformation auf allen vier Business-Tarifen mit N/A hinterlegt, während sie auf den privaten Tarifen einen Prozentsatz trägt. Aktien, ETFs und Krypto sind bei bunq Funktionen des Privatkontos. Aus dem bunq Business Konto heraus kaufst du sie nicht.
Grenzen des bunq Geschäftskontos
In Erfahrungen zum bunq Geschäftskonto geht es meist um die App. Die Stückpreise tauchen dort selten auf. Nichts davon ist ein Mangel, es sind die Kanten eines Produkts, das für Leute gebaut ist, die bargeldlos arbeiten, ihr Geld in der App sortieren und dafür kein Filialnetz brauchen. Wer die eigenen Anforderungen dagegen legt, merkt schnell, ob sie passen. Sechs Punkte lohnen den Blick vor der Eröffnung:
Übersetzt heißt das: bunq passt zu einem digitalen Betrieb mit überschaubarem Zahlungsvolumen, der die App-Bedienung schätzt. Eine Frage aus dem Suchumfeld bleibt offen, und zwar ehrlich offen: zu einer Schufa-Prüfung sagt bunq auf den eigenen Seiten nichts. Plane deshalb mit den Voraussetzungen, die die Bank tatsächlich nennt, und nicht mit denen, die Vergleichsportale vermuten.
Zwischenfazit: Für Freiberufler:innen mit wenigen Zahlungen im Monat und einem Faible für App-Banking ist bunq ein solides Zuhause. Was das Konto nicht abdeckt: unbegrenzten Zahlungsverkehr, Geldanlage aus dem Geschäftskonto und Cashback. Genau diese drei Punkte deckt Vivid ab, und zwar schon im Tarif für 0 € im Monat.
bunq Geschäftskonto eröffnen
Die Kontoeröffnung per App beginnt im App-Store und nicht auf einem Formular. Du lädst die bunq-App, legst ein Privatkonto an und verifizierst es, und erst danach fügst du aus demselben Login das Geschäftskonto hinzu. Für den Antrag selbst nennt bunq fünf Minuten. Diese fünf Minuten sind die Dateneingabe, nicht die Freigabe: geprüft werden anschließend deine Unterlagen, und wie lange das dauert, veröffentlicht bunq nicht.
Halte die Unterlagen bereit, die zu deiner Rechtsform gehören. Eine GmbH braucht Gesellschaftsvertrag, Vertretungsberechtigung, Handelsregisterauszug, Gesellschafterliste und die Ausweise der Geschäftsführung sowie der wirtschaftlich Berechtigten. Für Freiberufler:innen genügen die Einkommensteuererklärung oder die Gewerbeanmeldung. Zwei Bedingungen führen im Zweifel zur Ablehnung, und beide stehen im Hilfecenter: pro juristischer Person ist ein Geschäftskonto möglich, und wirtschaftlich Berechtigte müssen im Europäischen Wirtschaftsraum wohnen.
Alternativen zum bunq Geschäftskonto
Beim Vergleich von Geschäftskonten helfen vier Fragen mehr als eine lange Merkmalsliste. Was kostet das Konto, und für wen gilt der 0-Euro-Tarif überhaupt? Ist die IBAN deutsch? Kann das Geld im Konto arbeiten, oder liegt es nur da? Und wie viele Konten mit eigener IBAN sind enthalten? Die Tabelle stellt bunq und Vivid an genau diesen Achsen gegenüber.
| Anbieter | Grundpreis | IBAN | Cashback | Geldanlage | Konten & IBANs | Währungen | Für wen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vivid | 0 € (Free Start), alle Rechtsformen inkl. GmbH und UG | deutsche IBAN | 0,1 % bis 1 % je Tarif, ohne monatliches Limit (alle Einkäufe), bis 10 % in Kategorien | Aktien, ETFs, iBonds, Geldmarktfonds, Krypto | unbegrenzt, jedes mit eigener IBAN | 22 Währungen | Freiberufler bis GmbH/UG |
| bunq | 0 € (Free), nur Einzelunternehmen · ab 7,99 € (Core) für Firmen | deutsche IBAN | kein Cashback | keine Geldanlage aus dem Geschäftskonto | bis 25, jedes mit eigener IBAN | 20+ Währungen | KMU & GmbH/UG |
Die Zeile, die eine Entscheidung wirklich dreht, ist nicht der Preis. Es ist die Klammer dahinter: für wen der 0-Euro-Tarif offen ist. Bei bunq sind das Freiberufler:innen und Einzelunternehmen, eine GmbH steigt bei 7,99 € im Monat ein.
Vivid als Alternative zu bunq
Was Vivid Business bietet
Bei Vivid ist der Tarif Free Start für 0 € im Monat für alle Rechtsformen offen, GmbH und UG eingeschlossen, und SEPA-Überweisungen laufen darin ohne Stückpreis. Kein Jahreszähler, keine 0,13 € ab der einundhundertsten Zahlung. Wer ein Geschäftskonto sucht, das den Zahlungsverkehr nicht mitzählt, findet hier den größten Unterschied.
Das zweite Feld ist die Geldanlage. Aus demselben Geschäftskonto kaufst du Aktien, ETFs, iBonds, Geldmarktfonds und Krypto, dazu kommen Modellportfolios und ein integriertes Zinskonto. Teammitglieder sind unbegrenzt und kosten keinen Aufpreis pro Person, verteilt auf vier Rollen von Inhaber:in bis Mitarbeiter:in, mit Kartenlimits und Freigaben. Garantiertes Cashback ohne monatliches Limit auf alle Einkäufe kommt obendrauf, in ausgewählten Kategorien mit höheren Sätzen.
Die Vivid Tarife im Überblick
Drei Tarife decken den Alltag ab, und sie unterscheiden sich vor allem in Währungen, Kartenregeln und Cashback-Satz. Die Preise 6,90 € und 18,90 € gelten bei jährlicher Zahlung; bei monatlicher Zahlung sind es 8,90 € im Basic und 24,90 € im Pro.
| Tarif | Preis im Monat | Cashback auf alle Einkäufe | Konten mit eigener IBAN | Reicht für |
|---|---|---|---|---|
| Free Start | 0 € | 0,1 % | unbegrenzt | Einstieg für alle Rechtsformen inkl. GmbH und UG |
| Basic | 6,90 € | 0,2 % | unbegrenzt | Arbeiten in mehreren Währungen |
| Pro | 18,90 € | 0,5 % | unbegrenzt | Teams mit Kartenregeln und Freigaben |
Oberhalb von Pro liegen zwei Enterprise-Tarife. Sie heben Limits, Zinsen und Cashback-Sätze an und sind keine Feature-Stufe.
Was im 0-Euro-Tarif steckt
Free Start kostet 0 € im Monat und ist die Antwort auf den Jahreszähler. Enthalten sind SEPA-Überweisungen ohne Stückpreis, beliebig viele Unterkonten mit eigener IBAN, unbegrenzt viele Teammitglieder, Visa Business Karten physisch und virtuell sowie garantiertes Cashback ohne monatliches Limit auf alle Einkäufe. Die IBAN ist deutsch, für internationale Überweisungen kommt eine luxemburgische dazu.
Das ist der Punkt, an dem sich die beiden Logiken unterscheiden. Bei einem Konto mit Jahresfreibetrag planst du deine Zahlungen; hier zählst du sie nicht. Für einen Betrieb, der wöchentlich fakturiert und per Lastschrift zahlt, wandert damit eine variable Position aus der Kalkulation.
Basic und Pro: was oben dazukommt
Ab Basic kommen Konten in 22 Währungen und internationale Überweisungen dazu, zusätzlich zu allem, was Free Start schon enthält. Ab Pro kommen erweiterte Kartenlimits mit Regeln für Kategorie, Händler und Land obendrauf, dazu Firmenkarten und Freigabeprozesse für das Team. Der Cashback-Satz auf alle Einkäufe steigt mit dem Tarif, ebenso der Zinssatz auf dem Zinskonto.
Was auf jedem Tarif gleich bleibt, ist die Basis: der Zahlungsverkehr in Euro, die Anzahl der Konten, die Anzahl der Teammitglieder und die DATEV-Schnittstelle. Was andere Anbieter pro Buchung abrechnen oder erst ab einem höheren Tarif freischalten, ist hier von Anfang an dabei.
Geldanlage und Zinsen aus dem Konto
Das Firmendepot sitzt bei Vivid im Geschäftskonto, nicht daneben. Aktien, ETFs, iBonds, Geldmarktfonds und Krypto kaufst und verkaufst du aus demselben Login, und Modellportfolios übernehmen die Aufteilung, wenn du sie nicht selbst machen willst. Parallel läuft das Zinskonto, dessen Satz mit dem Tarif steigt.
Für ein Unternehmen mit Rücklagen ist das mehr als ein Häkchen auf einer Liste. Liquidität, die zwischen zwei Projekten liegt, muss nicht auf ein Konto bei einem zweiten Anbieter wandern, und die Buchhaltung sieht beides an einer Stelle. Geldanlage- und Zinsprodukte stellt die Vivid Money B.V. bereit; Kapitalanlagen bergen Risiken.
Konto bei Vivid eröffnen
Die Eröffnung läuft online. Du füllst den Antrag aus, machst die Identitätsprüfung mit einem Selfie samt Ausweisdokument und bekommst eine deutsche IBAN. Kein Filialtermin, kein Papierstapel. Daueraufträge und Lastschriften ziehen nach und nach mit um, wenn du von einem anderen Konto kommst.
Fazit zu Vivid: Wenn alles in ein Konto soll, ist Vivid die passende Alternative zu bunq: 0 € im Monat im Tarif Free Start, auch für GmbH und UG, SEPA-Überweisungen ohne Stückpreis, beliebig viele Konten mit eigener deutscher IBAN, Geldanlage direkt aus dem Geschäftskonto und garantiertes Cashback ohne monatliches Limit auf alle Einkäufe.
Welches Geschäftskonto passt zu wem?
Soll alles in einem Konto liegen und der 0-Euro-Tarif auch für eine GmbH gelten, führt der Weg zu Vivid: Free Start für 0 € im Monat, SEPA-Überweisungen ohne Stückpreis, beliebig viele Konten mit eigener deutscher IBAN, Geldanlage und Zinskonto im selben Login und Cashback ab dem ersten Einkauf. Wer die bunq-App ohnehin privat nutzt und im Monat eine Handvoll Geschäftszahlungen hat, kann beim bunq Geschäftskonto bleiben, sollte den Jahresfreibetrag aber gegen die eigenen Buchungen halten. Und wer täglich Scheine am Schalter einzahlt, kombiniert ein digitales Konto meist mit einer Filialbank.
Fazit zum bunq Geschäftskonto
bunq macht das Konto zu einer App-Funktion, und das gelingt: bis zu 25 Konten mit eigener IBAN in Sekunden, deutsche IBAN, Fremdwährungen in über 20 Varianten, Tap to Pay ohne Terminal, ein Business-Sparkonto mit wöchentlicher Zinsauszahlung und 30 Tage zum Ausprobieren.
Eine Zahl solltest du vor der Anmeldung prüfen, und es ist deine eigene: wie viele Zahlungen im Monat über das Konto laufen. Liegt sie über acht, ist der Freibetrag des Core-Tarifs im Laufe des Jahres aufgebraucht, und ab dann rechnet bunq jede Bewegung mit 0,13 € ab. Lastschriften laufen von der ersten an über den Stückpreis.
Wer dieselbe App-Bedienung will, aber ohne Zähler im Hintergrund, findet bei Vivid das passende bunq Business Gegenstück: 0 € im Monat, alle Rechtsformen, unbegrenzte SEPA-Überweisungen, beliebig viele Konten mit eigener IBAN, Geldanlage aus dem Konto und Cashback obendrauf.
Bereit für ein Geschäftskonto?
Eröffne ein Vivid Geschäftskonto mit deutscher IBAN: Free Start für 0 € im Monat, unbegrenzte SEPA-Überweisungen und beliebig viele Konten mit eigener IBAN.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist das bunq Geschäftskonto kostenlos?
bunq Free Business kostet 0 € im Monat, ist laut bunq aber nur für Freiberufler:innen und Einzelunternehmen gedacht und erlaubt genau eine Geschäftsführung. Kostenfrei ist damit das Abo, nicht der Zahlungsverkehr: in diesem Tarif kostet jede Transaktion 0,13 €, ohne Freibetrag. Andere Rechtsformen starten bei Core Business mit 7,99 € im Monat.Welche Rechtsformen kann das bunq Geschäftskonto?
Für Deutschland nennt bunq im eigenen Hilfecenter: Eingetragener Kaufmann, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, UG (haftungsbeschränkt), Freiberufler, Gewerbetreibender, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Einzelunternehmen und teilrechtsfähiger Verband. AG, KG und OHG stehen nicht auf dieser Liste. Vorausgesetzt werden außerdem ein verifiziertes bunq Privatkonto, ein Wohnsitz im EWR und ein Geschäftskonto pro juristischer Person.Hat das bunq Geschäftskonto eine deutsche IBAN?
Ja. Das Hilfecenter von bunq schreibt, dass ein in Deutschland eröffnetes Konto eine DE-IBAN erhält. Lokale IBANs gibt es außerdem für die Niederlande, Frankreich, Spanien, Belgien, Italien und Irland. Jedes Konto im Abo hat eine eigene IBAN, im Free-Tarif sind es drei, ab Pro Business 25.Wie viele Transaktionen sind bei bunq inklusive?
Core Business enthält 100 gebührenfreie Transaktionen, Pro Business 250 und Elite Business 500, jeweils pro Jahr, so steht es in der Entgeltinformation mit Stand 03.08.2026. Danach kostet jede Zahlung 0,13 €. Gezählt werden gesendete und empfangene Echtzeitzahlungen sowie Zahlungsanfragen. Bei Free Business gibt es keinen Freibetrag, dort fallen 0,13 € ab der ersten Transaktion an, und Lastschriften kosten auf allen Tarifen 0,13 € je Zahlung.Gibt es beim bunq Geschäftskonto Cashback?
Nein. In der 22-seitigen Entgeltinformation für Privatkunden und Geschäftskunden kommt das Wort kein einziges Mal vor, und bunq hat das Cashback-Programm laut eigenem Hilfecenter am 7. Dezember 2025 beendet und durch ein Punkteprogramm ersetzt. Bei Vivid ist garantiertes Cashback ohne monatliches Limit auf alle Einkäufe schon im Tarif Free Start enthalten, in ausgewählten Kategorien liegt der Satz höher.Welche Alternative passt, wenn alles in ein Konto soll?
Vivid. Der Tarif Free Start kostet 0 € im Monat und ist für alle Rechtsformen inklusive GmbH und UG offen, SEPA-Überweisungen laufen ohne Stückpreis, und du legst beliebig viele Konten mit eigener deutscher IBAN an. Aktien, ETFs, iBonds, Geldmarktfonds und Krypto kaufst du direkt aus dem Geschäftskonto. Dazu kommen garantiertes Cashback ohne monatliches Limit auf alle Einkäufe, die DATEV-Schnittstelle und Rechnungstools.
Stand: August 2026. Die Angaben zu bunq wurden nach bestem Wissen auf Basis der offiziellen Tarif- und Produktseiten, des Hilfecenters und der Entgeltinformation für Privatkunden und Geschäftskunden mit Stand 03.08.2026 zusammengetragen und können sich jederzeit ändern, insbesondere Preise und Konditionen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Bitte prüfe die aktuellen Konditionen direkt beim jeweiligen Anbieter. bunq ist eine Marke der bunq B.V.; zwischen Vivid und bunq besteht keine geschäftliche Verbindung. Vivid Money S.A. ist ein E-Geld-Institut unter Aufsicht der CSSF und keine Bank; Kundengelder werden getrennt verwahrt. Geldanlage- und Zinsprodukte werden über die Vivid Money B.V. bereitgestellt. Kapitalanlagen bergen Risiken; der Wert einer Anlage kann steigen oder fallen, und in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Erträge. Kryptowerte sind unreguliert und hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich. Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Steuerberatung.






