Unternehmerfreundlich sind diese starren Systeme nicht mehr. Da spielt Vivid wunderbar rein.
Udo Uhlig, Mitgründer, Onshii

Ein Kreuzfahrtschiff verschiebt nicht. Wenn es ablegt, hat es die Ware entweder an Bord oder eben nicht. Eine Lieferung am nächsten Morgen gibt es nicht. Diese eine Tatsache prägt, wie Onshii arbeitet. 2019 von Udo Uhlig und Karsten Seyfert gegründet, stellt das Unternehmen fertig gekochte Gerichte aus der asiatischen, arabischen, mexikanischen und indischen Küche her, seit diesem Jahr auch eine italienische Linie, und beliefert Hotels, Großhändler und Reedereien, darunter Viking Cruises als ersten großen Schiffskunden.
Erst Vertrauen, dann Logistik
Uhlig ist die Reihenfolge klar. „Die Beziehungsarbeit kommt zuerst. Du musst erst Vertrauen schaffen und Kundenbeziehungen aufbauen, und dann kommt alles Weitere", sagt er. 2019 kannte niemand die Marke. „Egal, wo du dich meldest, ist erst einmal Ablehnung da oder ein Fragezeichen über dem Kopf." Die Antwort waren die Messen, wo das Team kochen und zeigen konnte, wie die Produkte die Küche vereinfachen. Nach sieben Jahren braucht es die Vorstellung nicht mehr.
Das Schiff wartet nicht
Was die Kreuzfahrtversorgung unerbittlich macht, ist die Uhr. „Der Unterschied zwischen Hotel und Schiff ist das Timing", sagt Seyfert. „Wenn das Schiff an diesem Tag an diesem Hafen ablegt, muss die Ware dort stehen, kostet es, was es wolle." Werden zwei Paletten gebraucht und sind nicht vor Ort, produziert man sie über Nacht und liefert. Die Strafe für ein verpasstes Zeitfenster ist kein Bußgeld.
Wenn unsere Ware nicht zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort steht, ist die Möglichkeit sehr groß, dass diese Kunden nicht mehr mit uns arbeiten, weil sie das Vertrauen verlieren.
Karsten Seyfert, Mitgründer, Onshii

Auf die Frage, was diese Verlässlichkeit möglich macht, bleibt Seyfert knapp: „Es gibt kein Wenn und Aber."
Der Vorsprung eines echten Kochs
Seyfert verbrachte rund zwanzig Jahre in der Küche, bis zum Executive Chef, bevor er gründete. Das Jahrzehnt, das er in Thailand kochte, ist sein eigentlicher Vorteil. „Wenn du Deutscher bist und ein Thai-Curry nach YouTube kochst, wirst du nie wissen, was fehlt, weil du es nicht jahrelang gegessen hast. Ich habe jeden Tag authentisch gekocht. Das haben wir hier umgesetzt." Sein Einkauf folgt einer festen Reihenfolge: erst Qualität, dann Preis, dann ob es sich in Großgebinden bekommen lässt. Das größere Problem, das die Produkte lösen, ist das Personal. Fachkräfte in der Küche sind an Land wie auf See knapp, und Onshiis Gerichte kommen frisch gekocht und lassen sich mit einfachen Geräten regenerieren, in 300-Gramm-Portionen für den Roomservice oder Zehn-Kilo-Formaten für die Mengenproduktion auf See.
Ein Partner, der mitwächst
Die Gründer probierten früh mehrere Werkzeuge aus, auch klassische Hausbanken, und fanden sie ungeeignet für ihre Arbeitsweise. Unzufrieden mit ihrem Anbieter suchten sie eine Alternative und stießen über eine Google-Anzeige auf Vivid. „Volltreffer", sagt Uhlig. „Absoluter Volltreffer." Überzeugt hat die Reichweite: „Wir können uns in ganz Europa und weltweit vernetzen, in verschiedenen Währungen sowie in Krypto, und das bei diesen Konditionen ist einfach einmalig." Echtzeitüberweisungen, ein einfaches Dashboard und die KI-Agenten im Kundenservice runden es ab.
Vivid ist für junge Unternehmen spannend. Du hast Cashback und Zinsen auf dem Konto, also liquides Cash, das man zurückhalten muss, aber nicht nutzt, können wir arbeiten lassen. Das machen andere nicht.
Karsten Seyfert, Mitgründer, Onshii

Das Cashback wurde zur unerwarteten Konstante. „Ich dachte ehrlich, das brauchen wir gar nicht", sagt Uhlig über die Vergütungen, die das Unternehmen heute auf routinemäßige Online-Einkäufe verdient. „Aber doch, das ist top." Bei den Grenzen sind die Gründer offen: Beim containerweisen Einkauf im Ausland würden sie gern Euro direkt an Lieferanten in Hongkong oder Vietnam überweisen, ohne erst in Dollar zu tauschen. Es ist die Bitte eines Kunden, der sich entschieden hat zu bleiben.
Zurück in Hamburg läuft die Arbeit nach dem einzigen Takt, der zählt. Ein Schiff legt zu einer festen Stunde ab, und Onshiis Paletten müssen vorher auf dem Kai stehen. Kein Wenn, kein Aber.














